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Thema: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

  1. #1
    Manfred Cuntz
    Kein Forenmitglied Avatar von Manfred Cuntz

    Standard Ab wann wird es eigentlich gefährlich?


    Heute morgen ist es mir tatsächlich passiert, hab total verpennt und
    war erst um ca. 5:20 wach. Gleich gemessen: 54 Also mal statt 30 IE
    Actraphane + 30 IE Actrapid mich mal auf das Actraphane beschränkt. Mit
    dem Vorsatz den unglücklichen Zufall zu nutzen und eines der
    Muffins 2BE) zu essen die ich gebacken hatte aber die eigentlich
    nicht für mich gedacht waren.

    Und mein übliches Frühstück bestehend aus 3 BE (aus drei kleinen Scheiben
    Vollkornbrot) plus reichlich Tomaten, Gurken und ein klein wenig magere
    Geflügelwurst.

    Nach einer Stunde nochmal gemessen. Eigentlich dachte ich die 2 BE des
    Muffins hätten längst zugeschlagen. Ist nämlich Weißmehl und Zucker.

    Nix da, 47. Hab ein wenig Geduld habe ich mir gesagt. Der Körper muß
    erstmal gucken was das ist dieser Zucker und das weiße Mehl. Kennt
    er nicht mehr sowas,hatt er lange nicht bekommen.

    Nach einer weiteren knappen halben Stunde: 36. Da war es dann mit
    meiner Geduld vorbei und ich habe alle Traubenzuckervorräte in
    Griffweite samt der rumliegenden Schokolade aufgefuttert. Das hat
    mich dann wieder über 50 gebracht.

    Danach habe ich mir was ganz seltenes gegönnt: Noch ein zweites
    Frühstück und ein Tässchen Suppe dazu. Und den ganzen Vormittag
    ohne weiteres Spritzen nicht mehr über 100.

    Normalerweise reichen mir morgens zwei kleine Scheiben Vollkornbrot
    um bequem wieder auf 120 oder leicht drüber zu kommen. Keine Ahnung
    was da heute los war. Entweder ein letztes Aufbäumen meiner Inselzellen
    oder ein Kurzurlaub der Insulinresistenz oder sonstwie ungewöhnliches Wetter.

    Aber zurück zur Eingangsfrage: Ab wieviel wird es eigentlich wirklich
    gefährlich?
    Wann ist man nicht mehr in der Lage griffbereiten Traubenzucker einzufahren?

    Und warum verdammt nochmal ging das ohne jedes Hypo-Symptom ab?
    Normalerweise fange ich bei über 60 schon deutlich mit den Symptomen an.

    --
    Gruß aus dem schönen Rodgau
    Manfred
    <www.fotomanni.de>

  2. #2
    Timm Korte
    Kein Forenmitglied Avatar von Timm Korte

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    Manfred Cuntz schrieb:
    > Aber zurück zur Eingangsfrage: Ab wieviel wird es eigentlich wirklich
    > gefährlich?
    > Wann ist man nicht mehr in der Lage griffbereiten Traubenzucker einzufahren?


    Zum medizinischen kann ich dir da leider nichts sagen - habe allerdings
    selber auch schon ungläubig auf einen BZ-Wert (angezeigt) von 26
    geschaut - mit 2. Testgerät verifiziert - 27...
    War in diesem Stadium durchaus noch in der Lage, Traubenzucker zu essen...
    Allerdings ist das wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich - optimal
    dürften diese Werte wohl eher nicht mehr gewesen sein.

    Grüße

    Timm

  3. #3
    Michael Wäsch
    Kein Forenmitglied Avatar von Michael Wäsch

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    Hallo,

    > Nix da, 47. Hab ein wenig Geduld habe ich mir gesagt. Der Körper muß
    > erstmal gucken was das ist dieser Zucker und das weiße Mehl. Kennt
    > er nicht mehr sowas,hatt er lange nicht bekommen.


    Glaub ich nicht. Weißmehl haut eigentlich ziemlich schnell rein.

    > Normalerweise reichen mir morgens zwei kleine Scheiben Vollkornbrot
    > um bequem wieder auf 120 oder leicht drüber zu kommen. Keine Ahnung
    > was da heute los war. Entweder ein letztes Aufbäumen meiner
    > Inselzellen
    > oder ein Kurzurlaub der Insulinresistenz oder sonstwie
    > ungewöhnliches Wetter.


    Wenn aber Eigeninsulin beteiligt gewesen sein soll, wieso hat dann
    deine BSD bei niedrigem Zucker nicht automatisch ihre Produktion
    eingestellt?

    > Aber zurück zur Eingangsfrage: Ab wieviel wird es eigentlich
    > wirklich
    > gefährlich?
    > Wann ist man nicht mehr in der Lage griffbereiten Traubenzucker
    > einzufahren?


    Kann man nicht sagen. Manche fühlen sich bei 20 noch putzmunter und
    hüpfen fröhlich in der Gegend herum und manch einer ist bei 50 schon
    bewußtlos.

    Michael




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  5. #4
    Werner Schneider
    Kein Forenmitglied Avatar von Werner Schneider

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?


    "Manfred Cuntz" <manfred.cuntz@gmx.de> schrieb

    > Heute morgen ist es mir tatsächlich passiert, hab total verpennt und
    > war erst um ca. 5:20 wach. Gleich gemessen: 54 Also mal statt 30 IE
    > Actraphane + 30 IE Actrapid mich mal auf das Actraphane beschränkt. Mit
    > dem Vorsatz den unglücklichen Zufall zu nutzen und eines der
    > Muffins 2BE) zu essen die ich gebacken hatte aber die eigentlich
    > nicht für mich gedacht waren.


    Hallo Humaninsulin-Kumpel!

    Mit 30 IE Actrapid könnte ich mich um die Ecke bringen. Das wäre
    für mich eine Wahninnsmenge. Ich spritze Actrapid sowieso nur nachts
    gegen den Dawn-Effekt, im Normalfall 1-2 IE. Den Morgen beginne
    ich mit 18 IE Actraphane, bei deinen 30 IE schaudert?s mich.

    Wenn man 54 misst, holt man nicht die Spritze, sondern etwas
    zu futtern. Erst wenn das angesetzt hat, kann man spritzen. Sonst
    riskiert man gerade bei Actrapid/Actraphane, dass es weiter bergab
    geht.

    Gruß Werner



  6. #5
    Richard Wagner
    Kein Forenmitglied Avatar von Richard Wagner

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    On Tue, 22 Mar 2005 15:59:50 +0100
    Manfred Cuntz <manfred.cuntz@gmx.de> wrote:

    Moin moin,

    >
    > Newsgroups: de.sci.medizin.diabetes
    > Subject: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?
    > Date: Tue, 22 Mar 2005 15:59:50 +0100
    > Organization: T-Online
    > User-Agent: KNode/0.7.2
    >
    >
    > Heute morgen ist es mir tatsächlich passiert,


    So etwas kommt vor, gelegentlich auch ohne eine vernünftige
    Erklährung. Aber normalerweise ist bei solchen Situationen z.B. am
    Abend vorher die Basal mit der Bolusspritze verwechselt worden oden
    eben ähnliche Mißgeschicke....

    Ab wann es gefährlich wird ist sehr unterschiedlich, sinkt der BZ
    relativ langsam, treten weniger oder keine Hyposymtome auf und
    irgendwann, bei recht unterschidlichen BZ Werten, kippt Mensch dann
    halt um. :-( Im Auto oder auf der Leiter sehr gefährlich, im Bett halt
    etwas weniger. Hat Mensch noch eine halbwegs brauchbare
    Gegenregulation solte man nach ein paar Minuten wieder aufwachen und
    hoffendlich vorhandene Traubenzuckerreserven "vernichten" können.

    Das mit der Gegenregulation klappt natürlich nicht wenn Alkohol im
    Spiel ist, dann ist der Leber die Glukagonausschüttung ziemlich
    Togalegal!!!!! Alkohol am Abend reichlich (*) genossen, sorgt dann
    (auch) für so einen BZ Verlauf wie von Dir geschildert und wirkt BZ
    senkend bis zum Mittagessen.(*) Wobei "reichlich" auch vom
    Trainingszustand abhängt, lange kein Alk. und auch zwei drei Bier
    können eine nette Hypo verursachen.

    Gruß Richard


  7. #6
    Andy Rodemann
    Kein Forenmitglied Avatar von Andy Rodemann

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    Hallo zusammen,

    Manfred Cuntz <manfred.cuntz@gmx.de> schrieb:

    > Heute morgen ist es mir tatsächlich passiert, hab total verpennt
    > und war erst um ca. 5:20 wach. Gleich gemessen: 54 Also mal statt
    > 30 IE Actraphane + 30 IE Actrapid mich mal auf das Actraphane
    > beschränkt. Mit dem Vorsatz den unglücklichen Zufall zu nutzen und
    > eines der Muffins 2BE) zu essen die ich gebacken hatte aber die
    > eigentlich nicht für mich gedacht waren.


    Hmm, muffins sind da eigentlich eher nicht so geeignet. Du solltest da
    lieber etwas schnellere BE wählen. Traubenzucker ist etwas trocken auf
    dauer, alternativ eignen sich auch traubensaft oder viele haribo-
    produkte. Ich nehme seit einiger zeit die haribo-tropifrutti, 4 stück =
    1 BE. Da ohne fett eigentlich recht schnell in der wirkung.

    > Nach einer Stunde nochmal gemessen. Eigentlich dachte ich die 2 BE
    > des Muffins hätten längst zugeschlagen. Ist nämlich Weißmehl und
    > Zucker.


    Gar kein fett im teig? Ist das nicht ein wenig krümelig? ;-)

    > Nix da, 47. Hab ein wenig Geduld habe ich mir gesagt.


    Nein, es ist doch sehr logisch. Welche mischung verwendest du?
    Actraphane ist eigentlich eine mischung aus protaphan und actrapid. D.h.
    ein anteil aus dieser mischung ist immer auch für essen zuständig (naja,
    eigentlich ist es den insulinmolekülen sowas von egal wofür sie
    zuständig sind, aber durch das wirkprofil von actrapid ist es eher für
    essen da).
    Kommt jetzt z.b. noch fehlerhaftes durchmischen dazu, dann wirkt auch
    actraphane fast wie actrapid. Oder solltest du statt actraphane das
    actrapid gespritzt haben, hättest du auch ein problem. Kannst du diese
    fehlerquellen ausschließen?

    > Aber zurück zur Eingangsfrage: Ab wieviel wird es eigentlich
    > wirklich gefährlich?


    Völlig egal. Gefährlich ist eine hypo an sich eigentlich nicht. Das
    schlimmste, was passieren kann, ist eine bewußtlosigkeit, aus der du
    aber normalerweise früher oder später selbst wieder aufwachst.
    Gefährlich wird eine hypo nur durch tätigkeiten, die während der hypo
    ausgeführt werden, z.b. autofahren, leiter klettern, bergsteigen,
    skifahren u.v.m. Kein mensch stirbt an einer hypo, die menschen sterben
    an unfällen, die durch eine hypo ausgelöst werden.

    > Wann ist man nicht mehr in der Lage griffbereiten Traubenzucker
    > einzufahren?


    Das ist sehr unterschiedlich. Eine ehemalige kollegin lief mit einem BZ
    von 30 noch quietschvergnügt im büro herum. Wenn sie jedoch während
    einer unterzuckerung krampfte, dann war es nicht mehr möglich, ihr
    gezielt etwas zuzuführen, lediglich ganz vorsichtig in kleinen mengen.

    > Und warum verdammt nochmal ging das ohne jedes Hypo-Symptom ab?
    > Normalerweise fange ich bei über 60 schon deutlich mit den
    > Symptomen an.


    54 sind nicht soweit von 60 entfernt. Das liegt sogar noch innerhalb der
    gesetzlich erlaubten 15% meßtoleranz. Nach meiner erfahrung sind UZ-
    symptome desto stärker je rasanter die talfahrt. D.h. ein ganz langsam
    abfallender BZ bringt nicht so starke symptome mit sich, wie ein schnell
    abfallender BZ.
    --
    tschüss
    andy r.

  8. #7
    Manfred Cuntz
    Kein Forenmitglied Avatar von Manfred Cuntz

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    Werner Schneider schrieb:

    > gegen den Dawn-Effekt, im Normalfall 1-2 IE. Den Morgen beginne
    > ich mit 18 IE Actraphane, bei deinen 30 IE schaudert?s mich.


    Das liegt zumindest teilweise auch an dem Kortison das ich derzeit
    noch nehme. Am Anfang der Behandlung mit 150mg Kortison täglich habe
    ich mehr als einen Pen (also mehr als 300IE)täglich gebraucht um
    die BZW auch nur unter 200 zu halten.

    --
    Gruß aus dem schönen Rodgau
    Manfred
    <www.fotomanni.de>

  9. #8
    Manfred Cuntz
    Kein Forenmitglied Avatar von Manfred Cuntz

    Standard Re: Ab wann wird es eigentlich gefährlich?

    Andy Rodemann schrieb:

    > Gar kein fett im teig? Ist das nicht ein wenig krümelig? ;-)


    Ja natürlich ist da auch ein klein wenig Butter drin. :-))

    > Nein, es ist doch sehr logisch. Welche mischung verwendest du?


    30/70. Für meine Rechnungen nähere ich einfach auf 1/3 zu 2/3 an.

    > Kommt jetzt z.b. noch fehlerhaftes durchmischen dazu, dann wirkt auch
    > actraphane fast wie actrapid. Oder solltest du statt actraphane das
    > actrapid gespritzt haben, hättest du auch ein problem. Kannst du diese
    > fehlerquellen ausschließen?


    Verwechselt wird hier nichts. Garantiert nicht. Alleine die Notwendigkeit
    des Durchmischens beim Actraphane verhindert eine Verwechslungsgefahr.
    Und richtig gemischt wird auch. Immer!

    --
    Gruß aus dem schönen Rodgau
    Manfred
    <www.fotomanni.de>

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