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  1. #1
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Kailer

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    Standard Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo zusammen!
    Bin neu hier und muss gleich mal eine Frage stellen. Die Situation ist folgende. Ich habe vor ca. 5 Monaten eine neue Stelle in einem Seniorenpflegeheim angetreten. Nach den ersten Tagen fiel mir direkt der immense Verbrauch von Milch bei Bewohnern auf denen die Getränke "verabreicht" werden müssen. Ich habe dann irgendwann meine Kollegen darauf angesprochen, dass meines Wissens nach Milch und Kaffee nicht in die Flüssigkeitsbilanzierung mit einbezogen werden können. Daraufhin erntete ich wehementen Widerstand mit dem Verweis auf irgendeine Mitteilung des MDK in der stünde, Milch und Kaffee könnten sehr wohl in der Bilanzierung berücksichtigt werden. Leider kann niemand mehr diese ominöse Mitteilung finden. So weit so gut (oder auch nicht), jedenfalls ist es mittlerweile teilweise so, dass Bewohner von meinen Kollegen der anderen Schicht ausschließlich mit Milch versorgt werden (bis zu 800 ml in 5 Stunden ). Das kann man wohl nicht unter einer vernünftigen Flüssigkeitsversorgung verstehen oder seh ich da was falsch? Milch mag ja durchaus seine Vorteile haben aber nur Milch? Ich weiss ja nicht. Ach ja, der Urin der Bew. spricht manchmal übrigens Bände (trüb verfärbt, vermutlich Eiweißausflockungen?).

    Eure Meinung dazu würde mich schwer interessieren.


  2. #2
    Aktives Forenmitglied Avatar von Uli05

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo erstmal!!
    Also zum Thema Flüssigkeitsbilanz schau mal unter suchen
    Unter anderem hier:

    Das mit der Milch ist schon komisch!! Ich habe dazu aber auch kein Wissen!! Ich habe mal gehört, dass Mich in großen Mengen toxisch sein kann....aber ich weiß nicht mehr wo!!
    Vielleicht wird Dir hier geholfen:

    Uli

  3. #3
    Aktives Forenmitglied Avatar von sisternic

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    Icon10 Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo..
    kann momentan nur folgendes dazu sagen.

    Kaffee wird bei uns in die Bilanz mit einberechnet, weil es Flüssigkeit ist.
    Doch wird bei uns auch darauf geachtet, dass der Pat. (da Kaffee harntreibend wirkt), ebenfalls gleich ein Glas Wasser dazu gestellt bekommt.

    @Kailer
    Nach den ersten Tagen fiel mir direkt der immense Verbrauch von Milch bei Bewohnern auf denen die Getränke "verabreicht" werden müssen.

    Grundsätzlich ist doch dagegen nichts einzuwenden.

    >Milch liefert gleichzeitig viel Kalzium und Milchzucker als Energiequelle.
    Das Milchfett ist leichtverdaulich.
    Dies sind alles Faktoren, die die Milch zu einem wichtigen Bestandteil der Nahrung machen.

    Gleichzeitig liefert Milch wertvolle Flüssigkeit, stellt in idealer Weise eine Kombination aus Wasser, Eiweiss, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen dar. Der Fettgehalt ist relativ gering. Ein wahres Multipaket für Fitness und Gesundheit.<
    Nimmt man zu, wenn man Milch trinkt?

    Viele Menschen, besonders Mädchen im Teenageralter, halten Milch fälschlich für eine Hauptkalorienquelle, vergessen aber, dass viele andere Lebensmittel wie Gebäck, Chips und Hamburger einen weit höheren Fettgehalt haben als Milch. Vollmilch enthält nur 3.5 % Fett. Fettarme Milch bringt es auf 1.5 %. Entrahmte Milch hat den niedrigsten Fettgehalt, aber der Gehalt der fettlöslichen Vitamine A und D wird vermindert, wenn der Rahm entfernt wird, und dies macht diese Milch ungeeignet für Kinder. Alle Formen von Milch haben hohe Gehalte an wichtigen Nährstoffen und bilden daher einen wichtigen Teil einer ausgewogenen Ernährung. Mädchen und junge Frauen, die aus übertriebener Sorge um ihr Aussehen auf Milch und Milchprodukte verzichten, können einen Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen erleiden, darunter Kalzium, das später im Leben für gesunde Knochen unerlässlich ist. Die Erhaltung eines gesunden Körpergewichts hängt von lebenslangen guten Ess- und Bewegungsgewohnheiten ab.


    Natürlich sollte nicht ausschliesslich Milch gegeben werden..
    Wasser und Tee zumindest als Abwechslung wären sicher nie verkehrt.

    Und davon mal abgesehen, dass ich als gesunder und junger Mensch auch manchmal nur einen Liter Milhc trinke,..
    Geschadet hat es noch nie. Und ich habe selbst festgestellt, wenn ich nicht jeden Tag zumindest etwas Milch trinke oder Milchprodulkte zu mir nehme, weise ich ganz schnell einen Kalziummangel auf.

    Davon mal abgesehen, das Milch (und Kuhbestände) in Deutschland strengen Qualitätskontrollen unterliegt.
    Trifft anscheinend nicht auf jeden Staat zu..(
    60 % der amerikanischen Milchkühe sind mit dem Leukosevirus infiziert.
    )..

    Aber schaut doch mal selbst unter


    Auch wenn Milch da schon sehr verteufelt wird, wie ich finde..

    Und Medikamente sollten ja eh nicht mit Milch gegeben werden..
    Wir, die Willigen, geführt von den Unwissenden, vollrichten das Unmögliche für die Undankbaren. Wir haben schon so viel mit so wenig schon so lange vollbracht, dass wir qualifiziert sind, ALLES mit NICHTS zu erreichen!!

  4. #4
    Aktives Forenmitglied Avatar von samoth

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo zusammen,
    ganz hilfreich hierzu ist die Stellungnahme des MDS:

    Gruß
    Thomas

  5. #5
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Buesman

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo, wir zählen bei uns im Pflegeheim Kaffee woll, allerdings Milch nur zur Hälfte da sie bei uns eigentlich als Nahrungsmittel gilt.
    Aber das mit Eurer Milch ist ja wiklich ominös?!
    Wer mag denn schon so viel Milch??
    Gruß Buesman

  6. #6
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Elisabeth Dinse

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Manchmal fragt man sich, ob der gesunde Menschenverstand im Pflegebereich kein Zutritt hat. Da werden pseudowissenschaftl Thesen (irgendwo mal gehört) als Fachwissen verkauft. Aktuelle Erkenntnisse gelangen erst gar nicht an die Basis und wenn doch- dann werden sie ignoriert: Es war, es ist so, es wird immer so sein.
    Das Otto Normalverbraucher sich darüber nur wundert und uns die Kompetenz abspricht, wundert mich manchmal nicht.

    Bei der Flüssigkeitsbilanz kann es immer nur um eine "grobe Einschätzung" gehen. Oder kommt jemand auf die Idee, die Flüssigkeitsanteile von Lebensmitteln (z.B. Gurken, Melone) millilitergenau in die Bilanz mit einzubeziehen. Wenn alle sich an die Tatsache halten sichtbar flüssige Medien als Einfuhr zu sehen und Urin als Ausfuhr annehmen, dann haben wir schon mal eine brauchbare Bilanz. Alles andere ist bloße Theorie und kaum praktikabel.

    Zusammensetzung Kuhmilch: 87,5 % H2O, der Rest ist KH, E, F und Elyte. Wieso dann nur 1/2 anrechnen?

    Elisabeth

  7. #7
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Griesuh

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Hallo leute, nach neustem beschluß der WHO zählt Kaffee zu den Getränken !!!!!!!!!!

    Somit wird kaffee auch Bilanzsiert.

  8. #8
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Nestbeschmutzer

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    @ Elisabeth Dinse

    Also besser hätte ich es auch nicht formulieren können, Frau Dinse ?
    Als "Teammitglied" in der Pflege von demenzerkrankten alten Menschen ist dieses Thema mir leider mehr als sehr bekannt.
    Meine Jungs & Mädels - ab sofort politisch korrekt als "Klientel" bezeichnet - können oftmals wie die Weltmeister essen, aber Trinken scheint ein ECHTES Problem zu sein ? Unser Angebot ist OBJEKTIV hervorragend. Mineralwasser "satt"; Kaffee & sieben verschiedene Tees; gesundes frisches Obst bis zum Abwinken; prämierte Fruchtsäfte; Butter- und Vollmilch; Weizen-, Malz-, und Weissbier; gute Weiss- und Rotweine; hochkalorische Sondernahrung und Andickungsmittel bieten wir an.
    Sie bekommen das Zeug einfach nicht herunter !? Die Küche ist angewiesen worden jeden Tag verschiedene Suppen und Nachspeisen anzubieten (= die der Bilanzierung helfen können - selbst mit "Andickungsmitteln" haben wir es versucht), aber mein Klientel scheint diese Aktionen nicht anzunehmen ?

    Trotzdem ist die "Pflege" genötigt/gezwungen im Schnitt auf unserer Station pro Tag etwa zwei- bis dreimal 500ml Nacl oder Ringer zu legen ? Auf meiner Station (bei uns heisst das Wohnbereich) liegen von 26 Patientinnen kontinuierlich sechs PEG-"Klientel" und auch etwa weitere fünf "Trinkverweigerer".

    Meine KollegInnen - und ich - weigern uns diesen Menschen mit "Gewalt" Flüssigkeit zuzuführen. Die meisten von ihnen benötigen etwa 30 Minuten "Betreuung" pro Mahlzeit - das sind Minuten, die wir schon anderen Bewohnern "stehlen" ? Ich setze mal voraus, dass ihr die Berechnungszeiten des medizinischen Dienstes kennt ?

    Menschen, die weniger Vertrauen in die Einsicht und Hilfsbereitschaft dieser Institution haben, könnten in ihrer masslosen Verblendung davon ausgehen, dass es dem M.D. lediglich um Einsparungen im Sozialbereich gehen würde ???

    DAS wäre ethisch aber nicht vertretbar und menschlich überhaupt unvorstellbar -

    oder was meint ihr ????????????????????????????????????????? (?)

  9. #9
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Elisabeth Dinse

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    @Nestbeschmutzer

    schon mal darüber nachgedacht, was diese Fixierung auf die Flüßigkeitsaufnahme auch bedeuten kann:

    Bei einer Zufuhr von 1000ml extra kann es zu ff. Szenario kommen: Der Bew. nimmt immer nur max. 10 ml ab (oft die Realität). Das würde bedeuten: 100 mal anbieten, jedes mal 5 min überreden, überzeugen, betteln- macht 500 Minuten oder 8,5 Stunden pro Person. Wenn dann noch mehrere dieser Klientel auf der Sation da sind (und wo ist das nicht so)... .

    Ob der MD sich überhaupt darüber im Klaren ist, welche Forderungen da aufgestellt werden? Wie haben eigentlich unsere Altvorderen überlebt? Aber halt stop- da durfte man sterben, wenn die Zeit ran war. Heutzutage müssen erst die "Segnungen" der modernen Medizin zum tragen kommen. Und wissenschaftlich eriwesen hält der Mensch sich länger, wenn er ausreichend (was auch immer das bedeuten mag) trinkt.

    Zu den Suppen sei zu sagen: sie reduzieren den Appetit. Es wird weniger gegessen. Hurra: die Flüssigkeitsbilanz stimmt. Nun gibts nur noch ein Problem mit Nährstoffzufuhr.

    Gibts eigentlich Studien zur Auswirkung von nur ca. 600ml Flüssigkeit bei 85 bis 90jährigen? Oder wurde mal wieder die junge Klientel zut Prüfung genommen, wie beim Kaffeeversuch geschehen. Ich hoffe man hat nicht vergessen in dieser Studie die Probanden in heiße zentralbeheizte (besser noch Klimaventilation) Räume zu setzen und ordentlich Sport machen zu lassen. Das würde den Ausgang der Studie zum Flüßigkeitsbedarf kolossal beeinflussen.

    Durch dieses verallgemeinern aller Ergebnisse geraten wichtige Aspekte mal wieder aus dem Blickfeld: polyurisches Nierenversagen braucht mehr Flüßigkeit, der entgleiste Diabetes braucht mehr Flüßigkeit u.ä..

    Elisabeth

  10. #10
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Nestbeschmutzer

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    Standard Re: Flüssigkeitsbilanzierung

    Ach, Frau Dinse,
    wenn ich mich auf ihre Kritik einlassen würde, dann könnte dieses Thema leicht entgleisen.
    <Oma> bekommt massenhaft Diuretika und hat just drei Paar Stützstrümpfe vom Sanitätshaus angepasst bekommen. Sie WILL (!) nicht trinken; hat aber dummerweise eine Betreuung die das ganz anders bewertet.
    Ergo: <Oma> bekommt die vom Arzt pauschal veranlagten zwei Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag einverleibt. Entweder freiwillig und oral oder via Infusion.
    Wenn <Oma> eine starke Persönlichkeit ist, dann stirbt sie wenn sie es will.

    Sollte sie es nicht schaffen, dann stirbt sie nach <DIN ISO 2000 ff> standardisiert.

    Hauptsache man/wir kann es gegenüber dem Kostenträger abrechnen... - newa ?

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