Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Klappstuhl

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    Standard Stark nässende Wunden

    Guten Morgen!;
    Ich bin Pfleger auf einer internistischen Intensivstation und betreue im Moment eine Patientin mit einer Anorexia (im Endstatium) (175cm/35kg)
    durch den starken Eiweißmangel hat die Patientin eine maßive Schrankenstörung und lagert sehr viel Wasser im Gewebe ein; der Hautzustand ist Katastrophal schon bei leichten manipulationen reißt die Haut auf. Meine Frage wie kann ich diese stark näßenden Wunden am besten versorgen!
    Im sind die Wunden mit Hydrogel, Alginaten und Hydrocolloidverbänden versorgt nur näßen diese Wunden so stark dass alle Verbände (insgesamt 12) mehrmals pro Schicht gewechselt werden müßen also hab ich mich heute Nacht dazu entschieden alle Wunden offen zu lassen und auf Metaline und Saugkompressen zu lagern. Nur scheint mir das auch nicht "das Ei des Kolumbus zu sein"
    Hat jemand von euch noch einen heißen Tip für mich;? selbst die 100 Jahre (leider internistische) Intensiverfahrung die ich kontaktiert habe könne mir auch nicht weiterhelfen bin für jede Hilfe sehr dankbar.

    Mfg C.


    Schnellsuche: Stark nässende Wunden

  2. #2
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Hermann L

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Hallo Klappstuhl
    Ich weiss nicht ob es was hilft aber bei Staknässenden Wunden habe ich persönlich gute erfahrungen mir Sorbalgon gemacht dies hat eine sehr hohe aufnahme kapazität ansonsten könntest du evtl. mal bei Hartmann schauen haben offt gut ideen

  3. #3
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von HBR69

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Hallo Klappstuhl,

    wir kleben einfach einen "Ablaufbeutel" (Easyflow, manchmal auch AP-Beutel) drauf. Je nach Hautzustand ist das nicht immer möglich aber bei unseren Sepsispatienten mit reichlich Volumengabe und dadurch resultierendem Kapilarleck haben wir mit unseren Beuteln immer gute Erfahrungen gemacht. Die Patienten liegen nicht im Nassen und die ständige Wechselei der großen Saugkompressen entfällt auch!

    Gruß
    Heike
    Geändert von HBR69 (15.01.2006 um 15:57 Uhr)

  4. #4
    Aktives Forenmitglied Avatar von HL2917

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    bei nässenden Wunden solltet Ihr Schaumstoffverbände aufkleben wie z.B. Biatin. (Schau welche Firma ihr im Sortiment habt und dann den entsprechenden Markennamen). Am besten selbstklebend, weil man die Nichtselbstklebenden ,mit Folie fixieren muss, was dann ja evtl. erneute Hautirritationen auslösen könnte. Hydrokolloid nimmt man bei eher zu wenig oder normaler Feuchtigkeit. Hydrogel auch nur bei zu wenig Feuchtigkeit - also beides nutzlos. Alginate können zusätzlich verwendet werden.

    Viel Erfolg, ich hoffe die Tips helfen der Patientin und Dir

    Pflegeexpertise

  5. #5
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von UlrichFürst

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Zitat Zitat von Klappstuhl
    durch den starken Eiweißmangel hat die Patientin eine maßive Schrankenstörung und lagert sehr viel Wasser im Gewebe ein; der Hautzustand ist Katastrophal schon bei leichten manipulationen reißt die Haut auf. Meine Frage wie kann ich diese stark näßenden Wunden am besten versorgen!
    Also ich würde einen Hydrofaser-Verband nehmen auf den obendrauf Kompressen kommen. Die Hydrofaser verbleibt auf der Wunde. Gewechselt werden bei Bedarf nur die Kompressen die oben drauf liegen. Am besten nimmt man dabei eine Hydrofaser mit vertikaler Ausrichtung, wg. des besseren Transports der Wundflüssigkeit nach "oben" in die Kompressen. (wg. Produktnamen muss ich mal gucken ob ich da was in meinen Unterlagen notiert habe). Vorteil: Die Haut wird geschont, da der Verband, der direkten Kontakt hat mehrere Tage verbleibt; und keine/reduzierte Mazeration der Wunde im Gegensatz zu den horizontal orientierten Faserverbänden.
    Das einzige was mir spontan einfällt, was lt. Firma so eingesetzt wird (z.B. Brandwunden) ist XCell. Ich habe aber keine Ahnung wie dort die Faser orientiert ist...

    Ulrich
    "Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht ist keins da."

    Franz Kafka

  6. #6
    Registriertes Forenmitglied Avatar von rebell74

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Hallo Klappstuhl
    Im Grunde ist es mit den verscheidenen Verbänden gnau das gleiche wie mit derr Glaubensfrage. Ich persönlich würde aber die Wunde nicht "offen" lassen, sondern weiterhin einen Verband anlegen, um die Keimbarriere wieder herzustellen. Bei mir im Krankenhaus nutzen wie Schnellverbände Namens "Tielle". Diese sind hydrocolloidal mit einer eingearbeiteten Schaumstooffschicht, um größere Exsudatmengen aufzunehmen.
    Sicherlich seid ihr (Behandlungsteam) auch bemüht das capillary-leck-Syndrom zu Behandeln, z.B. über die Ernährung (Protein88, Fresubin HP-Energy...)

  7. #7
    Aktives Forenmitglied Avatar von Joewern

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Hi!
    Schwer zu sagen, eine "Ferndiagnose" ist immer schwer zu stellen. Aber in erster Linie gebe ich rebell74 Recht, die Ernährung anzupassen. Wundheilung und Ernährung, insbes. Protein, hängen eng zusammen. Ich persönlich habe auch mit Biotin gute Erfahrungen gemacht, also stark saugfähige Schaumstoffverbände. Ein Verbandswechsel sollte in möglichst großen Abständen, bestenfalls alle 3-4 Tage, gemacht werden, da man mit jedem Verbandswechsel sich gerade neu gebildetes Gewebe (zer-)stört. Daher würde ich gerne mal die Methode von UlrichFürst ausprobieren, habe von diesem Verbandssystem gehört, aber bis jetzt noch nicht mit gearbeitet. Wäre ein Versuch wert. Vom "offen lassen" würde ich wegen Infektionsgefahr absehen.


  8. #8
    Aktives Forenmitglied Avatar von volkmar

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    Guten Abend,
    haben dieses Problem auch hin und wieder.
    Biatain kann man versuchen, hält aber in diesen Fällen meist auch nur einen Tag. Wenn die Flüssigkeitsaustrittsstellen genau zu lokalisieren sind - leider ist dies meist nicht der Fall - kleben wir auch schon mal Beutel.
    Behandeln meist offen und mieten uns damit die Patienten trocken liegen ein spezielles Luftstrom-Therpiesystem (Matraze oder Bett) von der Fa. KCI.
    Da am besten mal nachfragen.
    Mfg
    volkmar

  9. #9
    Registriertes Forenmitglied Avatar von eckartschuster

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    Standard Re: Stark näßende Wunden

    [quote=UlrichFürst]Also ich würde einen Hydrofaser-Verband nehmen auf den obendrauf Kompressen kommen. Die Hydrofaser verbleibt auf der Wunde. Gewechselt werden bei Bedarf nur die Kompressen die oben drauf liegen. Am besten nimmt man dabei eine Hydrofaser mit vertikaler Ausrichtung, wg. des besseren Transports der Wundflüssigkeit nach "oben" in die Kompressen. (wg. Produktnamen muss ich mal gucken ob ich da was in meinen Unterlagen notiert habe). Vorteil: Die Haut wird geschont, da der Verband, der direkten Kontakt hat mehrere Tage verbleibt; und keine/reduzierte Mazeration der Wunde im Gegensatz zu den horizontal orientierten Faserverbänden.
    Guten Abend
    So wie von Ulrich Fürst beschrieben ist es einfach gut! Produkt fehlte:Aquacel von der Fa Convatec. Bei Gefährdung bzw. bei einer bereits infizierten Wunde: Aquacel Ag. Lässt die Sekretion nach nehme man zur Wundabdeckung CombiDerm. Im Wundkissen ist ein Hydrogranulat aus Cellulosepolyacrylat "eingebettet" was ordentlich Flüssigkeit aufnimmt. Ihr merkt: ich bin Convatec "Fan" . Weiterhin frohes schaffen!

  10. #10
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Friedmar

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    Standard Re: Stark nässende Wunden

    Hi, ich hätte da noch einen Nachtrag zur Versorgung von solch massiv nässenden Wunden. Es gibt für solche Fälle das Sorbion sachet, auch in geschlitzter Version für Drainage. Die können eine sehr große Menge an Flüssigkeit fest in sich binden. INfos unter .

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