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Thema: Expertenstandards/Einführung

  1. #1
    Aktives Forenmitglied Avatar von phantasie

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    Standard Expertenstandards/Einführung

    Hallo alle Miteinander, ich habe eine wichtige Frage. Bei uns im Haus werden/ müssen die Expertenstandards eingeführt werden. Nun eine dumme Frage von mir.

    Reicht es aus, wenn die im Word-Dokument aufgelisteten Kriterien erfüllt werden und dann zusätzlich im Qualitätshandbuch steht das der Expertenstandard Dekubitus laut dieser Liste umgesetzt wird. Sprich, wenn ich das richtig verstehe reicht es aus, wenn das Heim die aufgelisteten Ergebnisse nachweisen kann.
    Damit wäre aus meiner Sicht der Expertenstandard erfüllt, oder verstehe ich da etwas falsch????



    Vielen Dank im voraus für eure Hilfe

    MFG Phantasie
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  2. #2
    Aktives Forenmitglied Avatar von Manu5959

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo phantasie1,

    ich würde noch a bissle was verändern...
    S1 -verfügt über aktuelles Wissen zur Dekubitusentstehung sowie Einschätzungskompetenz des Dekubitusrisikos.
    P1 -beurteilt das Dekubitusrisiko aller Patienten/Betroffenen, bei denen die Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann, unmittelbar zu Beginn des pflegerischen Auftrages und danach in individuell festzulegenden Abständen sowie unverzüglich bei Veränderungen der Mobilität, der Aktivität und des Druckes u. a. mit Hilfe einer standardisierten Einschätzungsskala z. B. nach Braden, Waterlow oder Norton.

    Welche Einschätzungsskala wendet ihr denn nun an?
    Eine aktuelle, systematische Einschätzung der Dekubitusgefährdung liegt vor
    und wie weißt ihr aktuelles Wissen nach?

    S3a -verfügt über die Kompetenz, geeignete druckreduzierende Hilfsmittel auszuwählen.
    S3b Druckreduzierende Hilfsmittel (z. B. Weichlagerungskissen und -matratzen) sind sofort zugänglich, Spezialbetten (z.B. Luftkissenbetten) innerhalb von 12 h.
    E3 Der Patient/Betroffene befindet sich unverzüglich auf einer für ihn geeigneten druckreduzierenden Unterlage, druckreduzierende Hilfsmittel werden unverzüglich angewendet


    habt ihr hauseigene druckreduzierende Hilfsmittel? Wenn ja, welche und wieviele?

    Grüßle Manu

  3. #3
    Aktives Forenmitglied Avatar von Cenny

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo,

    die Expertenstandards sind Richtlinien, die nicht einfach so übernommen werden können, sie müssen wie Manu schon beschrieben hat, auf eurer Haus umgearbeitet werden, das ist schon einges an Arbeit. Denn danach soll gearbeitet werden und wenn ihr in eurem Haus nicht die Voraussetzungen erfüllt, kann die ganze Sache nach hinten losgehen.
    viele Grüße Cenny


    Sobald du dich auf den Weg machst, öffnet der Horizont seine Grenze.


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  5. #4
    Aktives Forenmitglied Avatar von samoth

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo phantasie1,
    das wäre ein bißchen zu wenig:
    Reicht es aus, wenn die im Word-Dokument aufgelisteten Kriterien erfüllt werden und dann zusätzlich im Qualitätshandbuch steht das der Expertenstandard Dekubitus laut dieser Liste umgesetzt wird. Sprich, wenn ich das richtig verstehe reicht es aus, wenn das Heim die aufgelisteten Ergebnisse nachweisen kann.
    Damit wäre aus meiner Sicht der Expertenstandard erfüllt, oder verstehe ich da etwas falsch????
    Es ist sicher notwendig, dass die Inhalte des Standards auf die jeweilige Einrichtungen herunter gebrochen werden. Das bedeutet wirklich in der Regel viel Arbeit, es sei denn, man wäre in der Dekubitusprophylaxe schon gut aufgestellt: Fachwissen bei den Pflegekräften, systematische Einschätzung des Risikos, Bewegungsplan und natürlich die notwendigen Hilfsmittel zur Verfügung. Es wäre ja schön, wenn Dein Heim die angetrebten Ergebnisse weitgehend nachweisen kann, denn dann hast Du in der Tat den Expertenstandard umgesetzt.
    Glückwunsch!
    Leider sind viele Einrichtungen hier noch nicht so weit, und es reicht in keinem Fall, das Ganze nur auf dem Papier zu haben, sei das Qualitätshandbuch noch so schön gestaltet. Das ist ja auch richtig, denn all diese Standards sollen ja die Versorgung der betroffenen Patienten oder Bewohner verbessern und auf den aktuellen Stand des Wissens heben.
    Aslo viel Erfolg bei der Umsetzung!
    Gruß
    Thomas

  6. #5
    Aktives Forenmitglied Avatar von phantasie

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo, und vielen Dank euch erstmal für die Antworten.

    Ja, bei uns wird jeder Bewohner mindestens einmal monatlich nach der Braden-Skala eingeschätzt. Auch Bewegungspläne werden bei den Betroffenen Bewohnern geführt. Auch haben wir die notwendigen Hilfsmittel zur Verfügung, es sind einige Hauseigene Wechseldruckmatratzen vorhanden, die sofort angewendet werden können. Und unsere Fachkraftquote liegt derzeit bei 68 %.

    Also soweit noch mal vielen Dank für die Antworten. Natürlich ist mir klar, das das Word-Dokument nicht 1:1 übernommen werden kann. Und das die einzelnen Punkte mit den Hausspezifischen Daten gefüllt werden müssen.

    Ich wollte nur das Prinzip verstehen.

    Desweiteren noch eine Frage, wie weist man den dann Fachwissen nach??

    Reicht hier nicht eine enorm hohe Fachkraftquote und ständige Fort-und Weiterbildung zum Thema Dekubitus aus???

  7. #6
    Aktives Forenmitglied Avatar von samoth

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo,
    wenn Du regelmäßige Fortbildungen zum Thema Dekubitus und eine entsprechende Fachkraftquote nachweisen kannst, dann dürfte das den Anforderungen des Standards genügen.
    Gruß
    Thomas

  8. #7
    Aktives Forenmitglied Avatar von phantasie

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung


    Hi, und nochmals vielen vielen Dank euch allen für die großartige und schnelle Hilfe.

  9. #8
    Aktives Forenmitglied Avatar von stupanka

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    Standard Re: Expertenstandards/Einführung

    Hallo,ich denke auch,dass in der Pflegeplanung auf den Expertenstandard verwiesen werden kann,Abweichungen können dann extra festgehalten werden in der PP.
    Aber ich hätte dazu auch noch mal eine Frage,was ist,wenn ein BW dekubitusgefährdet ist,eine Antidekubitusmatratze erhalten hat,eiweissreich enährt wird,aber selber bestimmt wann und wie er gelagert werden möchte.
    Als Ressource wäre noch anzumerken,dass der BW in der Lage ist Mikrobewegungen durchzuführen.
    Muss ich dann trotzdem einen Lagerungs,bzw.Bewegungsplan vorhalten?

    Lg stupanka

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