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Thema: Medikamente

  1. #9
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von alba62

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    Icon6 Re: Medikamente

    Hallo wernecla,

    warscheinlich habe ich es nicht deutlich beschrieben.Bew.bekommt nach ärztl.Anordnung Medikamente wie: Laxantien, Schmerzmittel inckl.BTM.Und dazu hat er auch keinen Zugang. Alles ist so wie es sein soll.Bew. versorgt sich jedoch zusätzlich mit Medikamenten, die er selbst von außen holt.( nicht vom Dienstzimmer und Medischrank!) Wir sind eine offene Einrichtung und man kann gehen und kaufen was man braucht.Es sind auch gute Besucher, die um "wohl des Bew." sorgen und mit "guten Rat" zur Hilfe kommen.

    alba62

  2. #10
    Aktives Forenmitglied Avatar von Sonnensturm

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    Icon14 Re: Medikamente

    Zitat Zitat von wernecla Beitrag anzeigen
    Also, ich befürchte das Problem liegt doch darin, das die bwohner/in freien Zugang zu euren Medikamentenbeständen hat.
    Wie wäre es, wenn ihr das DZ abschließt, wenn ihr nicht da seid, oder zumindest die medikamentenschränke.
    Bei BTM´s versteht der gesetzgeber nämlich keinen Spaß.
    Hallo wernecela, ich hoffe mal, dass Du da was falsch verstanden hast. Alba hat mit keinem Wort erwähnt, dass die Bew. sich am Medi.-schrank bedienen. Es soll auch Apotheken geben oder Besucher bringen die Medi's mit.

    Und welche rechtl. Folgen sollte es haben, wenn es zur Kenntnis genommen wird? Der HA ist sich wohl nicht im Klaren darüber, was passieren könnte, wenn ein Notfall eintritt. Dann ist es doch sehr gut, zu wissen, was eingenommen wurde.
    Ich bleibe dabei, zur Kenntnis nehmen und entsprechend dokumentieren.
    Da fällt mir ein,was ein Pat. neulich zu mir sagte, als ich bei PP-, BMI-, Bradenskalaüberprüfung sagte:"Wer schreibt, der bleibt."

    Und dann noch ein's. Desorientierte Menschen bedeutet nicht entmündigte Menschen.

    Eveline


  3. #11
    Butterfly26
    Kein Forenmitglied Avatar von Butterfly26

    Standard Re: Medikamente

    Hallo alba,

    wir haben auch Bewohner in unserer Einrichtung, die sich noch selber mit anderen Medikamenten versorgen zusätzlich zu den verordneten. Wir haben mit ihnen vereinbart, das sie uns sagen, welches Präparat und in welcher Dosierung. Dies dokumentieren wir auf dem Medikamentenblatt, wenn regelmässig eingenommen, wenn bei Bedarf, bei den Bedarfsverordnungen. so haben wir einen Überblick und die Bewohner fühlen sich beim Selbstständigbleiben unterstützt. Desweiteren beraten wir sie auch, ob die Medikamente miteinander eingenommen werden können (natürlich vorher mit dem Arzt abgesprochen) oder nicht.
    Um zu vermeiden, das sie abgelaufene Medikamente einnehmen kontrollieren wir gemeinsam mit ihnen die Haltbarkeit.


    P.S: Natürlich haben wir das im Tagesbericht UND auf dem Stammblatt dokumentiert. Wenn alle Medikamente selbstständig eingenommen werden, muß der entsprechende Bew. ein Formblatt unterschreiben, das er/sie die Medikamente eigenverantwortlich einnimmt, somit sind wir weitestgehend abgesichert.


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  5. #12
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika58

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    Standard Re: Medikamente

    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    sondern wenn man zB. schon Laxantien verordnet bekommt und dann zusätzlich noch die höchste Dosis einer anderer dazu nimmt? oder Schmerzmittel und dann noch was dazu von sich? Und noch andere verordnete Med. vom Arzt incl. BTM? Ist nicht so einfach. Soll ich es tatsächlich zur Kenntnis nehmen? Gespräche selbst mit der Bew. haben nichts geholfen!

    alba62
    Ich finde, genau das ist ein Argument FÜR Kenntnisnahme und Dokumentation (incl. aller Versuche der gesundheitsberaterischen Gespräche).

    Mal "worst case" angenommen - Bewohner verstirbt plötzlich und unerwartet aufgrund falscher (eigener) Medikation [beispielhaft übelste Herzrhythmusstörungen wegen Kaliummangel infolge Laxantienabusus] - wie der Teufel es will schaltet sich der Staatsanwalt ein. Die Ursache für den Tod wird schnell extrahiert werden können. Wenn Ihr nicht dokumentiert habt, was ihr bei einem selbstbestimmten, bewusstseinsklaren Menschen alles unternommen habt, um ihn von seinem Tun abzubringen, kann sich der Spieß gegen Euch wenden.

    Oder, um eine etwas weniger drastische Analogie zu verwenden: wenn ein Bewohner zu wenig isst, weil er sich weigert, seine Prothese einzusetzen; andererseits aber als (orientierter, selbstbestimmter) Mensch breiige Kost ablehnt, dokumentiert ihr das doch auch [hoffe ich], um Euch im Zweifelsfall vor dem Vorwurf zu schützen, ihr hätet den Bewohner verhungern lassen.

    Gruß
    Monika
    Ich bin für das verantwortlich, was ich sage - nicht für das, was Du verstehst

  6. #13
    Aktives Forenmitglied Avatar von aada94

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    Standard Re: Medikamente

    Abend alba,
    Also ich muß meinen Vorrednern abslut recht geben.
    Dokumentation ist alles. Nur so könnt ihr euch schützen falls etwas schief geht (meine falls der Bewohner zu viel Medis nimmt und von uns geht).

    Grüße aada

  7. #14
    Aktives Forenmitglied Avatar von Borgi

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    Standard Re: Medikamente

    Hier gehts nicht um was-wäre- wenn, sondern darum, dass sich das PP schon Schuhe dafür anzieht, was der HA verpennt! Er ist informiert aber setzt sich nicht mit dem Pat auseinander und beharrt weiter auf bisheriger Medikation. Ist dokumentiert, was der HA weiß und wie seine Reaktion darauf war?
    Mein Eindruck ist nur: sämtliche schwarze Peter sollen dem BW oder dem PP untergejubelt werden, damit er (so glaubt! er) fein raus ist.

    Zeichnet ein HA auch Dokus ab in denen es heisst: Herr/Frau xy wurde nicht seitens des HA über mögliche Konsequenzen des abweichenden Medikamentenkonsums informiert?!

    Mich ärgert wirklich, dass wir uns oft gezwungen sehen, uns solche Schuhe anziehen zu müssen- weil sich Verantwortliche aus der Affäre ziehen. Mit guter Dokumentation sollten wir eigendlich aus dem Schneider sein... oder landen Kollegen aus der amb. Pflege vorm Kadi, weil sie Selbstmedikationen nicht verhindern können? (Anm.:WIR in der Pflege sind alle Kollegen- war im KH tätig).

    Bin wirklich auf weitere Diskussion gespannt

    LG und schönen Abend

    Petra

  8. #15
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika58

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    Standard Re: Medikamente

    Zitat Zitat von PetraS. Beitrag anzeigen
    Zeichnet ein HA auch Dokus ab in denen es heisst: Herr/Frau xy wurde nicht seitens des HA über mögliche Konsequenzen des abweichenden Medikamentenkonsums informiert?!
    Muss er doch gar nicht .... der HA seinerseits muss doch "nur" dokumentieren, was ER gemacht oder gelassen hat, und dafür steht er gerade. Du dokumentiertst DEIN Tun.

    Gruß
    Monika

  9. #16
    GPP
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    Aktives Forenmitglied Avatar von GPP

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    Standard Re: Medikamente

    Hallo Alba62,
    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    ...Der HA meinte aber, dass wir es ignorieren sollen statt zur Kenntnis nehmen, da es ev. rechtliche Folgen haben konnte wenn es mal daneben läuft...
    ...Das ist frech von ihm! Die rechtlichen Folgen, wenn Ihr nicht dokumentiert sind gefährlich. Dokumetation hat bis heute nur denen geschadet, die einen Fehler begingen, oder etwas manipulieren / verschweigen wollten.
    • Wer schreibt, der bleibt!
    Wenn ein selbstbestimmender Mensch Medikamente einimmt, weil er der Meinung ist, dass das hilft, kannst Du das lediglich zur Kenntniss nehmen und dokumentieren.
    Du solltest selbstverständlich versuchen, mit ihm die Absprache zu treffen, dass er Euch bescheid gibt. Das Gespräch über Risiko und Nebenwirkungen fällt seinem Apotheker zu, bei dem er sich die rezeptierten und wahrscheinlich auch die selbstverordneten Medis holt. Wenn Du Risiken siehst, musst Du ihn darauf aufmerksam machen. Aber:
    • immer DOKUMENTIEREN!
    Wie Moni schon schreibt: wenns hart auf hart kommt, kann Dir eine gute Dokumentation nur helfen!
    Im übrigen würde ich auch das Gespräch mit dem Hausarzt dokumentieren.
    Als Pfleger in einer Notaufnahme kann ich Dir ein Lied davon singen, welche Auswirkungen eine lückenhafte Medikamentendokumentation im Notfall für den Pat. hat.

    Gruß aus Mannheim

    Gerhard
    pro Berufsverband, pro Verkammerung, contra "kann ich nichts dran ändern"...

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