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Thema: Medikamente

  1. #11
    Butterfly26
    Kein Forenmitglied Avatar von Butterfly26

    Standard Re: Medikamente

    Hallo alba,

    wir haben auch Bewohner in unserer Einrichtung, die sich noch selber mit anderen Medikamenten versorgen zusätzlich zu den verordneten. Wir haben mit ihnen vereinbart, das sie uns sagen, welches Präparat und in welcher Dosierung. Dies dokumentieren wir auf dem Medikamentenblatt, wenn regelmässig eingenommen, wenn bei Bedarf, bei den Bedarfsverordnungen. so haben wir einen Überblick und die Bewohner fühlen sich beim Selbstständigbleiben unterstützt. Desweiteren beraten wir sie auch, ob die Medikamente miteinander eingenommen werden können (natürlich vorher mit dem Arzt abgesprochen) oder nicht.
    Um zu vermeiden, das sie abgelaufene Medikamente einnehmen kontrollieren wir gemeinsam mit ihnen die Haltbarkeit.


    P.S: Natürlich haben wir das im Tagesbericht UND auf dem Stammblatt dokumentiert. Wenn alle Medikamente selbstständig eingenommen werden, muß der entsprechende Bew. ein Formblatt unterschreiben, das er/sie die Medikamente eigenverantwortlich einnimmt, somit sind wir weitestgehend abgesichert.


    Schnellsuche: Medikamente

  2. #12
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von Monika58

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    Standard Re: Medikamente

    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    sondern wenn man zB. schon Laxantien verordnet bekommt und dann zusätzlich noch die höchste Dosis einer anderer dazu nimmt? oder Schmerzmittel und dann noch was dazu von sich? Und noch andere verordnete Med. vom Arzt incl. BTM? Ist nicht so einfach. Soll ich es tatsächlich zur Kenntnis nehmen? Gespräche selbst mit der Bew. haben nichts geholfen!

    alba62
    Ich finde, genau das ist ein Argument FÜR Kenntnisnahme und Dokumentation (incl. aller Versuche der gesundheitsberaterischen Gespräche).

    Mal "worst case" angenommen - Bewohner verstirbt plötzlich und unerwartet aufgrund falscher (eigener) Medikation [beispielhaft übelste Herzrhythmusstörungen wegen Kaliummangel infolge Laxantienabusus] - wie der Teufel es will schaltet sich der Staatsanwalt ein. Die Ursache für den Tod wird schnell extrahiert werden können. Wenn Ihr nicht dokumentiert habt, was ihr bei einem selbstbestimmten, bewusstseinsklaren Menschen alles unternommen habt, um ihn von seinem Tun abzubringen, kann sich der Spieß gegen Euch wenden.

    Oder, um eine etwas weniger drastische Analogie zu verwenden: wenn ein Bewohner zu wenig isst, weil er sich weigert, seine Prothese einzusetzen; andererseits aber als (orientierter, selbstbestimmter) Mensch breiige Kost ablehnt, dokumentiert ihr das doch auch [hoffe ich], um Euch im Zweifelsfall vor dem Vorwurf zu schützen, ihr hätet den Bewohner verhungern lassen.

    Gruß
    Monika
    Ich bin für das verantwortlich, was ich sage - nicht für das, was Du verstehst

  3. #13
    Aktives Forenmitglied Avatar von aada94

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    Standard Re: Medikamente

    Abend alba,
    Also ich muß meinen Vorrednern abslut recht geben.
    Dokumentation ist alles. Nur so könnt ihr euch schützen falls etwas schief geht (meine falls der Bewohner zu viel Medis nimmt und von uns geht).

    Grüße aada

  4. #14
    Aktives Forenmitglied Avatar von Borgi

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    Standard Re: Medikamente

    Hier gehts nicht um was-wäre- wenn, sondern darum, dass sich das PP schon Schuhe dafür anzieht, was der HA verpennt! Er ist informiert aber setzt sich nicht mit dem Pat auseinander und beharrt weiter auf bisheriger Medikation. Ist dokumentiert, was der HA weiß und wie seine Reaktion darauf war?
    Mein Eindruck ist nur: sämtliche schwarze Peter sollen dem BW oder dem PP untergejubelt werden, damit er (so glaubt! er) fein raus ist.

    Zeichnet ein HA auch Dokus ab in denen es heisst: Herr/Frau xy wurde nicht seitens des HA über mögliche Konsequenzen des abweichenden Medikamentenkonsums informiert?!

    Mich ärgert wirklich, dass wir uns oft gezwungen sehen, uns solche Schuhe anziehen zu müssen- weil sich Verantwortliche aus der Affäre ziehen. Mit guter Dokumentation sollten wir eigendlich aus dem Schneider sein... oder landen Kollegen aus der amb. Pflege vorm Kadi, weil sie Selbstmedikationen nicht verhindern können? (Anm.:WIR in der Pflege sind alle Kollegen- war im KH tätig).

    Bin wirklich auf weitere Diskussion gespannt

    LG und schönen Abend

    Petra

  5. #15
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von Monika58

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    Standard Re: Medikamente

    Zitat Zitat von PetraS. Beitrag anzeigen
    Zeichnet ein HA auch Dokus ab in denen es heisst: Herr/Frau xy wurde nicht seitens des HA über mögliche Konsequenzen des abweichenden Medikamentenkonsums informiert?!
    Muss er doch gar nicht .... der HA seinerseits muss doch "nur" dokumentieren, was ER gemacht oder gelassen hat, und dafür steht er gerade. Du dokumentiertst DEIN Tun.

    Gruß
    Monika

  6. #16
    GPP
    GPP ist offline
    Aktives Forenmitglied Avatar von GPP

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    Standard Re: Medikamente

    Hallo Alba62,
    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    ...Der HA meinte aber, dass wir es ignorieren sollen statt zur Kenntnis nehmen, da es ev. rechtliche Folgen haben konnte wenn es mal daneben läuft...
    ...Das ist frech von ihm! Die rechtlichen Folgen, wenn Ihr nicht dokumentiert sind gefährlich. Dokumetation hat bis heute nur denen geschadet, die einen Fehler begingen, oder etwas manipulieren / verschweigen wollten.
    • Wer schreibt, der bleibt!
    Wenn ein selbstbestimmender Mensch Medikamente einimmt, weil er der Meinung ist, dass das hilft, kannst Du das lediglich zur Kenntniss nehmen und dokumentieren.
    Du solltest selbstverständlich versuchen, mit ihm die Absprache zu treffen, dass er Euch bescheid gibt. Das Gespräch über Risiko und Nebenwirkungen fällt seinem Apotheker zu, bei dem er sich die rezeptierten und wahrscheinlich auch die selbstverordneten Medis holt. Wenn Du Risiken siehst, musst Du ihn darauf aufmerksam machen. Aber:
    • immer DOKUMENTIEREN!
    Wie Moni schon schreibt: wenns hart auf hart kommt, kann Dir eine gute Dokumentation nur helfen!
    Im übrigen würde ich auch das Gespräch mit dem Hausarzt dokumentieren.
    Als Pfleger in einer Notaufnahme kann ich Dir ein Lied davon singen, welche Auswirkungen eine lückenhafte Medikamentendokumentation im Notfall für den Pat. hat.

    Gruß aus Mannheim

    Gerhard
    pro Berufsverband, pro Verkammerung, contra "kann ich nichts dran ändern"...

  7. #17
    Aktives Forenmitglied Avatar von wernecla

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    Standard Re: Medikamente

    Also erstens:
    Ich habe in keinem Wort gesagt desorientierte Bew. = unmündige Bew.
    Zweitens:
    Ich habe das falsch verstanden, das der Pat. seine BTM´s nimmt, für mich liest sich das in der obigen Antwort als würe er andere BTM´s nehmen? und daher die frage mit dem Medschrank.
    Drittens:
    wenn es nur um laxantien geht stimme ich mit dokumentation und "hinnehmen" vollkommen überein.
    Viertens:
    Sollten sich einige überlegen, welche smileys sie benutzen, denn ich finde es unpassend, wenn man seine Meinung sagt mit abwertenden Smileys zu arbeiten.
    Fünftens:
    Wer schreibt der Bleibt?
    Mag sein, aber wenn du dein auto in die werkstatt gibst, und bekommst ne rechnung über 500,- und keiner kann dir sagen was genau ausgewechselt wurde, von wem und wieso würdest du die rechnung niemals bezahlen.
    warum sollte das bei anderen so sein?
    Natürlich ist es verdammt viel geworden, aber das ändert nichts an der Tatsache, das nur was transparent ist, bezahlt und von den vielzitierten mündigen Bew. aktzeptiert und unterstützt werden kann.
    Ich bin neu auf dem Board, und finde es schade, das ein gut gemeinter rat (rechtslage bei BTM) so scharf und falsch attackiert wird.

  8. #18
    Gesperrter Benutzeraccount
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    Avatar von alba62

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    Standard Re: Medikamente

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bedanke mich für alle guten Tips. Wir werden handeln, wie es für uns am sichersten ist, also aufschreiben wo man es braucht: PP/für Sicherheit sorgen/, Mediblatt und natürlich Tagesbericht. Erneutes Gespräch mit dem Bew.( ob er uns dann Bescheid sagt wann und was er eingenommen hat? Ist die Frage. Aber immer hin haben wir alles andere dokumentiert!!! HA? Nach der Aussage kann man vergessen! WIR sind am Board!

    alba

  9. #19
    Aktives Forenmitglied Avatar von Maverick

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    Icon8 Re: Medikamente

    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    Der HA meinte aber, dass wir es ignorieren sollen statt zur Kenntnis nehmen, da es ev. rechtliche Folgen haben konnte wenn es mal daneben läuft.
    Klar, Arzt !!! Wenn ihr es NICHT dokumentiert und es läuft daneben, seid ihr dran!! Dokumentiert ihr allerdings, und es passiert dann etwas, dann ist der zuständige HA dran!! Lasst euch bloß nicht verarschen (sorry..)!!!

    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    Soll ich es tatsächlich zur Kenntnis nehmen? Gespräche selbst mit der Bew. haben nichts geholfen!
    Auf jeden Fall zur Kenntniss nehmen!!!! Du mußt den Patienten immer wieder Aufklären und diese Aufklärung incl. der Reaktion auf selbige auch immer wieder dokumentieren!!! Auch wenn Du 100 mal dasselbe dokumentierst!! Sichere Dich ab, nicht den Arzt!!

    Oh ich könnte diese Akademiker manchmal....


    LG Maverick
    Please don´t take your organs to heaven!!!
    Heaven knows we need them here on earth!!!

  10. #20
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika Bartz

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    Standard Re: Medikamente

    Zitat Zitat von alba62 Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,

    wir haben folgendes Problem: es kommt immer wieder vor, dass die orientierten Bewohnern sich zusätzlich mit Medikamenten versorgen und werden dabei von Pflegekräften erwischt.
    alba 62
    Hallo Alba!

    Ich muss hier einfach für mich nachfragen, damit ich richtig verstehe: Orientierte Bewohner erhalten von Euch die Medikamente und sie nehmen dann noch was von sich aus dazu. Warum kriegen denn orientierte Bewohner nicht sowieso ihre Medikamente vom Hausarzt (Apotheker) selbst in die Hand? Ich weiß noch, als ich im Altenheim arbeitete, nahmen viele Bewohner ihre Medikamente selbst ein und wir wußten oft nicht einmal davon. Wir wußten auch öfters nicht, dass sie überhaupt beim Arzt waren.
    Wißt ihr von jedem Bewohner seine Medikamente und wieviel er davon nimmt? Wenn er selbständig einkaufen und zum Arzt gehen kann, warum reicht ihr dann die Medikamente?
    Muss ein Bewohner Angst haben, erwischt zu werden, weil er z.B. ein Schmerzmittel aus seinem Bestand nimmt? Ich versteh im Augenblick nicht ganz, warum mündige Personen überhaupt kontolliert werden.
    Bei Missbrauch von Medikamenten: natürlich muss man da den Hausarzt drauf aufmerksam machen, aber sollte ihm das nicht auch selbst auffallen?
    Ich kenne leider Eurer System nicht, wäre aber sehr neugierig, wie ihr die Medikamentenausgabe handhabt!
    Ich würde mich freuen, wenn Du noch näher beschreibst!
    Gruß Monika B.

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