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Thema: Magensonde

  1. #1
    Aktives Forenmitglied Avatar von siggi
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    Icon8 Magensonde

    Hallo,
    eine 95-jährige Frau, bis zu einem kleinen Eingriff unter Narkose, konnte noch viel u. alleine essen. Der Tubus hatte evtl.den Rachen beschädigt, so dass sie kaum schluckte. Sie wurde zur Kurzzeitpflege in ein Heim verbracht. Dort verhungerte sie, weil weder Infusion noch Sonde gelegt wurden und kein Arzt hinzugeholt wurde.
    Die Staatsanwaltschaft ermittelt nicht gegen das Heim, weil der Krankenhaus-Chirurg aussagte: ich würde einer 95-jährigen nie eine Magensonde legen.

    Hat der Arzt Recht, müssen 95-jährige in D. verhungern?

  2. #2
    Allgemeine Altenpflege Avatar von solojess
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    Standard Re: Magensonde

    Hallo siggi,

    sei mir bitte nicht böse, aber das kann ich so nicht glauben.

    Selbst wenn der Rachen bei der Narkose verletzt worden ist, was durchaus vorkommen kann, heilt dies in einigen Tagen wieder ab.

    In dieser Zeit hätte die Bewohnerin schon mal bereits im Krankenhaus Infusionen erhalten.

    Weiter im Heim, wenn sie da immer noch nicht schlucken konnte , hätte sie garantiert s.c. Infusionen erhalten um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken.

    Das Thema Magensonde kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, da die Bewohnerin entweder selbst entschieden hat dass sie keine wollte oder einen Betreuer hätte und dieser wird wohl in diesem Fall sich nicht gegen eine Sonde entschieden haben, da es bei ihr ja nicht um Nahrungsverweigerung ging, sondern sie einfach nicht schlucken konnte.

    Das Heim hat sicherlich auch einen Arzt hinzugezogen wenn sie merken dass die Frau nicht ißt und trinkt.


    LG solojess

  3. #3
    Aktives Forenmitglied Avatar von renje
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    Standard Re: Magensonde

    Natürlich muß in Deutschland niemand verhungern!

    Für mich stellt sich eine andere Frage:
    1. was wäre die Alternative gewesen?
    2. darf ein Mensch in Würde Sterben in D. mit 95?


    Außerdem - ich kann zu jeder Zeit einen zweiten Arzt hinzuziehen als Angehöriger oder Betreuer.

    Und zu guter Letzt, warum wird ein Mensch mit 95 operiert mit Intubation, war wohl doch kein so kleiner Eingriff und offensichtlich unumgänglich? Jeder mir bekannte Chirurg würde dies nur tun, wenn absolut keine Alternative mehr besteht.

  4. #4
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika58
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    Standard Re: Magensonde

    Hallo sigi,

    auch ich habe den Eindruck, dass der "Verlauf" stark verkürzt dargestellt ist.

    Gruß
    Monika
    Ich bin für das verantwortlich, was ich sage - nicht für das, was Du verstehst

  5. #5
    Aktives Forenmitglied Avatar von oberschwester hildegard
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    Standard Re: Magensonde

    Zitat von Siggi
    Dort verhungerte sie, weil weder Infusion noch Sonde gelegt wurden und kein Arzt hinzugeholt wurde.
    So kann ich das auch nicht glauben,jede Einrichtung wird zumindest s.c.Infusionen anhängen u. einen Arzt hinzuziehen-eben um sich abzusichern!!
    Da schließe ich mich doch Monika58 an
    Zitat v.Monika58
    auch ich habe den Eindruck, dass der "Verlauf" stark verkürzt dargestellt ist.

  6. #6
    Aktives Forenmitglied Avatar von Lythriel
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    Standard Re: Magensonde

    Hallo alle zusammen,

    da heben wir`s ja wieder,schlechte Pflegeheime ind denen Patienten verhungern,eine Aussage ohne Hintergrundwissen.

    Ich kann auch nicht glauben,dass ein Heim die Bewohnerin einfach verhungern lässt,selbst wenn der AZ so extrem schlecht ist,dass ein Legen einer PEG kaum nioch möglich ist,gibt es da immer noch die nasogastrale Sonde,wenn der Betroffene diese aktzeptiert. Infusionen wurden bestimmt gelegt,auch wenn diese Flüssigkeit,bei jemanden,der gar nichts trinkt nicht ausreichend sind.

    Ich denke auch eher,dass entweder die Betroffene oder Die Angehörigen/Betreuer,eine Magensonde abgelehnt haben,da können dann auch 20 Ärzte nichts daran ändern.

    Diese Aussage vom einem Chirugen zu hören ist für mich allerdings keine grosse Überraschung.

    Wir hatten mal den Fall,dass eine Beatmete Bew. von uns mit hypoxischem Hirnschaden nicht mehr in die Gefässambulanz aufgenommen wurde,sie hatte V.a. art. Verschluss im li. Bein.

    Wir im "PFLEGEHEIM" haben dann in Gemeinschaftsarbeit mit dem Hausarzt,i.v. Infusionene gelegt und 3x tgl. 8000i.E. Fragmin gegeben. Und siehe da,nach 2 Tagen war der Fuss wieder durchblutet. Ich persöhnlcih empfand das als eine Unverantwortlichkeit dem Pflegepersonal und vor allem Dingen der Bewohnerin gegenüber. Es ist zwar alles gutgegangen,aber das war reines Glück.

    Danke der Gefässchirugie HD.


    Liebe Grüsse Lythriel
    Geändert von Lythriel (12.04.2007 um 19:50 Uhr)

  7. #7
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika58
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    Standard Re: Magensonde

    Zitat Zitat von Lythriel Beitrag anzeigen
    Wir hatten mal den Fall,dass eine Beatmete Bew. von uns mit hypoxischem Hirnschaden nicht mehr in die Gefässambulanz aufgenommen wurde,sie hatte V.a. art. Verschluss im li. Bein.

    Wir im "PFLEGEHEIM" haben dann in Gemeinschaftsarbeit mit dem Hausarzt,i.v. Infusionene gelegt und 3x tgl. 8000i.E. Fragmin gegeben. Und siehe da,nach 2 Tagen war der Fuss wieder durchblutet.
    Wie ist das Leben der Bewohnerin weiter gegangen?

    gruß
    Monika

  8. #8
    Aktives Forenmitglied Avatar von Lythriel
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    Standard Re: Magensonde

    Hallo Monika 58,

    der Fuss der Bew. ist wieder durchblutet,es gab....Gott sei Dank keine Komplikationen,aber aufgrund ihres hypoxischen Hirnschadens liegt sie im Wachkoma und wird beatmet. Für mich persönlich ist das kein Leben,aber damals,als sie in unserem Heim reanimiert wurde(damals auch schon beatmet,konnte aber reden,schreiben und Wünsche äussern.),wollte der Sohn,dass sie reanimiert wird,er wusste um die Folgen,er wurde aufgeklärt.

    Also das Leben jetzt ist 4x in der Schicht Lagern regelm, absaugen,PEG Nahrung und sonst leider nichts.

    Liebe Grüsse Lythriel

  9. #9
    Aktives Forenmitglied Avatar von Monika58
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    Standard Re: Magensonde

    Zitat Zitat von Lythriel Beitrag anzeigen
    Hallo Monika 58,

    der Fuss der Bew. ist wieder durchblutet,es gab....Gott sei Dank keine Komplikationen,aber aufgrund ihres hypoxischen Hirnschadens liegt sie im Wachkoma und wird beatmet. Für mich persönlich ist das kein Leben,aber damals,als sie in unserem Heim reanimiert wurde(damals auch schon beatmet,konnte aber reden,schreiben und Wünsche äussern.),wollte der Sohn,dass sie reanimiert wird,er wusste um die Folgen,er wurde aufgeklärt.

    Also das Leben jetzt ist 4x in der Schicht Lagern regelm, absaugen,PEG Nahrung und sonst leider nichts.

    Liebe Grüsse Lythriel
    Jetzt mal ganz bös gefragt: Warum bist Du so stolz, den Fuß der Bewohnerin "gerettet" zu haben? Warum bist du so bös auf die Gefäßambulanz, die eine Maximaltherapie abgelehnt hat?

    Wir bewegen uns hier auf dem ganz dünnen Eis ethischer Fragestellung.

    In dem von Dir geschilderten Fall frage ich mich wirklich: wem wurde geholfen? Der Bewohnerin? Oder dem Ego des Teams im Pflegeheim?

    Gruß
    Monika

  10. #10
    Aktives Forenmitglied Avatar von Lythriel
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    Standard Re: Magensonde

    Hallo Monika,

    1. ich bin nicht stolz darauf,den Fuss gerettet zu haben!!!

    2. Ich weiss,dass ein Gefässverschluss mit massiven Schmerzen verbunden ist,was ich,auch einer komatösen Bew. nicht zumuten möchte!!!

    3.Ich personlich finde nicht,dass ein Pflegeheim dazu in der Lage oder zuständig ist so eine Therapie durchzuführen,ich habe mich nur einfach wahnsinnig geärgert,dass auf uns gelastet wurde.

    Wir hätten ja auch demn Fuss einfach absterben lassen können,und die Bew. mit Schmerzen,die sie nicht äussern kann liegen lassen können.

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