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  1. #1
    Passives Forenmitglied Avatar von jochen keller

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    Standard Gesetze zu Arbeitszeiten

    Hallo,
    meine Frau ist als exam. Altenpflegerin in einem kleinen Altenheim tätig, welches von einem kirchlichen Träger geführt wird.

    Als 75 % Kraft hat sie eigentlich auf Ihrer Wohngruppe die meissten arbeitsfreien Tage lt. Dienstplan ( wird für einen Monat im Voraus erstellt )

    Jedoch hat sie das Problem, dass wenn eine 100 % Kraft krank wird, sie einspringen muss.

    Die Pflegedienstleitung hat sie nun auch schon zum Dienst " verpflichtet " weil sie eben sagte, sorry meine Freizeit ist mir wichtig, könnten sie eine andere Lösung finden.

    Sie hat nun ca. 140 Überstunden und arbeitet durchschnittlich 23 Tage im Monat. ( als 75 % Kraft )

    Kann uns jemand entsprechende Gesetze nennen, in welchen geregelt ist, wann man sich zum Dienst verpflichten lassen muss oder gibt es gerade im sozialen Berich besondere Gründe warum man keine Überstunden abbauen kann ? Wo sind die arbeitrechtlichen Gesetze für Pflegeberufe geregelt ??

    Vielen Dank

    Jochen Keller


    Schnellsuche: Gesetze zu Arbeitszeiten

  2. #2
    Aktives Forenmitglied Avatar von Mietze-Katze

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    Standard Re: Gesetze zu Arbeitszeiten

    Hallo jochen keller, Gesetze kenn ich aus dem Stehgreif auch nicht. Aber ich weiß aus eigener Erfahrung ( ich arbeite 60% ), das Teilzeitkräfte gern zeitmäßig " ausgebeutet " werden. Ich habe am Anfang auch mit gespielt und immer ausgeholfen, irgendwann habe ich aber gesagt, das ich dann hätte auch vollbeschäftigt arbeiten können. Und das wollte ich ja nicht. Ich bin auch heute noch gern bereit im Notfall mehr zu arbeiten, aber ich habe meine Teilzeit konsequent verteidigt.

  3. #3
    gelöscht
    Kein Forenmitglied Avatar von gelöscht

    Standard Re: Gesetze zu Arbeitszeiten

    Soviel mal vorab: es gibt keine Dienstverpflichtung.

    Verdi hat bereits im Jahr 2003 diese Aktion ins Leben gerufen:
    Dort kannst du schon mal einiges nachlesen.
    Hier:
    kannst du in der Zusammenfassung am Ende der Seite ebenso nachlesen, wie man Dienstverpflichtung zu verstehen hat.

    Gruß derpfleger

  4. #4
    Registriertes Forenmitglied Avatar von milly

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    Standard Re: Gesetze zu Arbeitszeiten

    Hallo,
    Die Geschäftsführung schriftlich darüber informieren, dass sie kein Bedarf für Vollzeitskräfte hat.Es ist leider üblich; Teilzeit zahlen für Vollzeit oder mehr arbeiten lassen.Klare Verhältnisse mit deutlichem NEIN.Die Ausbeutung grenzt langsam mit totalitaren Umständen. Gruß Milly

  5. #5
    Aktives Forenmitglied Avatar von ferdi

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    Standard Re: Gesetze zu Arbeitszeiten

    Hallo jochen keller,

    zur Dienstverpflichtung und Frei hat derpfleger dir mit

    schau dir daruntermal
    an, darin sind die wichtigsten Gegenargumente genannt.

    Sie hat nun ca. 140 Überstunden und arbeitet durchschnittlich 23 Tage im Monat. ( als 75 % Kraft )




    Wieviel Überstundend muss ich machen?

    Generell gilt, dass Teilzeitkräfte, sofern im Arbeits- oder

    Tarifvertrag nichts anderes geregelt ist, nur in absoluten

    Ausnahmefällen zu Mehrarbeit/Überstunden herangezogen

    werden können, weil dies dem grundsätzlichen Wesen der

    Teilzeitarbeit zuwiderläuft.



    Ständige Mehrarbeit kann zu einem Vollzeitvertrag führen
    Beschäftigt der Arbeitgeber Teilzeitkräfte und leistet diese über einen längeren Zeitraum hinweg mit seinem Einverständnis bzw. auf seinem Wunsch hin ständige Mehrarbeit, kann darin unter Umständen eine stillschweigende Vertrags- Änderung gesehen werden.
    Ständige Mehrarbeit vor Gericht
    Wie oben beschrieben erging es einer Arbeitgeberin vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm (Urteil vom 04. Mai 2006, Az.: 8 Sa 2046/05).

    Mitarbeiterin wurde zur Vollzeitkraft
    28,5 Stunden pro Woche sah der Arbeitsvertrag einer Mitarbeiterin eigentlich vor. Tatsächlich arbeitete sie aber über ein Jahr hinweg erheblich mehr, nämlich im Umfang einer Vollzeitkraft. Als die Arbeitgeberin sie schließlich wieder 28,5 Stunden pro Woche beschäftigte, zog die Mitarbeiterin vor Gericht.
    Sie verlangte sowohl weiterhin die Bezahlung als auch die Beschäftigung einer Vollzeitkraft. Das LAG Hamm gab ihr Recht.

    Die Begründung des Gerichts:

    Wird ständig und über längere Zeit eine bestimmte erhöhte Arbeitszeit vom Arbeitgeber abgerufen und vom Mitarbeiter geleistet, sind das keine Überstunden. Es handelt sich um die tatsächlich geschuldete vertragliche Leistung.
    Maßgeblich ist dann nicht der Text im Arbeitsvertrag, sondern der wirkliche Willen der Parteien, der im "gelebten" Rechtsverhältnis zum Ausdruck kommt.
    Daher muss hier von einer stillschweigenden Neuregelung des Arbeitsvertrags ausgegangen werden. Der Umfang der stillschweigend vereinbarten Arbeitszeit ergibt sich aus den praktizierten Arbeitszeiten der vergangenen Jahre.



    Konntest du mit unseren Antworten was anfangen? Wär nett wenn du dich noch mal meldest.

    ferdi

  6. #6
    Aktives Forenmitglied Avatar von ferdi

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    Standard Re: Gesetze zu Arbeitszeiten

    Hallo Jochen,

    gerade eben sehe dein Registrierungsdatum: 04.10.2007

    vieleicht ist dir nicht bekannt das man einfach auf die genannten Links klicken muss um auf die Seiten kommen von den wir unsere Weisheit haben.










    nichts für ungut

    ferdi


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