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  1. #1
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Britt123

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    Standard Kontrakturenprophylaxe

    Hallo,
    wir haben eine Bew. mit Hemiparese li. Die linke Hand ist komplett gelähmt, auch schon mit Kontrakturen. Daher ist die Gefahr von Rötungen, bzw. offenen Handinnenflächen groß. Im Team diskutieren wir nun das einlegen eines Waschlappens in die Handinnenfläche. Mir ist bekannt dies nur stundenweise zu machen wegen erhöhter Spastikgefahr,eine Physiotherapeutin ist jedoch der Meinung, wenn schon Kontrakturen bestünden hätte dies keine Auswirkungen mehr und man könne den Lappen den ganzen Tag belassen.Kann mir jemand schreiben was richtig ist? Vielleicht gibt es auch irgendetwas zum nachlesen? Ist mir sehr wichtig, da ich es auch für die Pflegeplanung brauche.

    Danke schon im Voraus.


    Schnellsuche: Kontrakturenprophylaxe

  2. #2
    Aktives Forenmitglied Avatar von mattea

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Hallo Britt, wie Sicher ist die Diagnose "Kontraktur"?
    Versteh mich nicht falsch, aber ich habe immer wieder erlebt, daß gerade bei Hemiplegikern gesagt wird, daß sie eine Kontrkatur haben und sich letzenlich rausgestellt hat, daß es eine Spastik war/ist.
    Habt ihr es schon mit Spastiklösenden Maßnahmen versucht?

    Ich würde keinen Waschlappen in die Hand legen, da dies die Spastik nur erhöhen würde, somit "schnappt" die Hand u.U. noch mehr zu und ihr habt pflegerisch noch größere Probleme als bisher.
    LG Mattea

  3. #3
    Aktives Forenmitglied Avatar von Tania

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Hallo,
    Hat sich die Physiotherapeutin den Pat/Bew. schon angesehen oder war das ein Gespräch ohne den betroffenen Menschen zu sehen?
    ich würde einen Physiotherapeuten hinzuziehen, der sich das ansieht und dann mit Euch ein Rahmenkonzept erstellt was ihr machen könnt, was dem Bew. hilft bzw. gut tut.
    Wir arbeiten eigentlich nicht mehr mehr Waschlappen.
    Lg

  4. #4
    Aktives Forenmitglied Avatar von josephine

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Hi Britt,

    die Diskussionen um die Waschlappen kenn ich. Meine Info ist: Generell keine Waschlappen mehr.
    Was gut funktioniert sind die Stresssäckchen (Luftballon mit Mehl gefüllt. Die verändern sich, setzen taktile Reize. Wichtig ist: Kompresse drum, damit keine zusätzliches Schwitzen ausgelöst wird. Wir verwenden Stomakompressen. Die sind sehr weich und saugen den Schweis auf. Die nehmen wir übrigens auch zur Intertrigoprophylaxe in den Händen bei Spasmus oder Kontraktur. funktioniert ganz gut. Früher gab`s dafür Leinenläppchen (und ich weis wie lange das schon out ist, hat aber trotzdem gut geklappt *g*) aus alter Bettwäsche.

    Wenn du selbst solche Säckchen machen willst:

    2 Luftballons in einander schieben; Mittels Trichter mit Mehl befüllen; zuknoten, Leinensäckchen oder Kompresse drum; Fertig!

    Geht übrigens auch mit Latex Handschuhen, da kann man dann die Handschuhfinger zwischen die Bewohnerfinger legen und hat gleich noch den Schutz für die Finger. Im Baumarkt gibt es Baumwollhandschuhe (Feinstaubschutz) die man als Saugmedium einlegen (also über den Handschuh ziehen) kann.
    Ist vielleicht kein Profi-wirksames Mittel, aber ich hab gelernt, das Pflege ein kreativer Beruf ist, und man sich manchmal die Hilfsmittel selber basteln muss, damit sie dann irgendwann auf den Markt kommen.

    LG,
    Josephine

  5. #5
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    Avatar von Britt123

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Hallo,
    die Finger sind nicht mehr gerade zu bekommen, auch nicht, wenn die Bew. entspannt ist. Die Physiotherapeutin behandelt die Bew. und hat dies angefangen. Die Idee von josephine gefällt mir sehr gut, werde dies ausprobieren, jedoch weiß ich immer noch nicht, ob ich dies den ganzen Tag belassen soll, oder nur ca. 2 Stunden. Ich hoffe, ihr helft mir noch weiter. Danke im Voraus.

  6. #6
    Aktives Forenmitglied Avatar von josephine

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Hi brit,
    wir lassen es für einen Lagerungsturnus, bzw. bis wieder jemand ins Zimmer geht; also je nach Bewohner für ca. 2 -4 Stunden. Allerdings fangen wir erst mal klein an, durchaus auch mal 15 - 20 min, um zu testen, in wie weit der Bewohner das toleriert. Langsam steigern, so bisserl Individuell nach Bewohner.
    Du schreibst, dass die Dame wohl schon sehr starke Kontrakturen / Spasmen hat. vielleicht lieber 3 Schichten Latex, damit`s nicht gleich bein ersten Versuch reisst *g* Mehl im Bett ist wirklich kein Spass!

    LG,
    josephine

  7. #7
    Aktives Forenmitglied Avatar von Rixte

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Danke Josephine,

    guter Tip.

    LG Rixte

    Zum Thema,
    Wenn sich der Tonus nicht verändert, kann nach anfänglichen testen, der Handschutz lÄnger belassen werden.

    Fördert mal die Wahrnehmung, und seht was passiert.
    Zuerst müsste das Schulterblatt mobilisiert werden, kann ich aber hier nicht so beschreiben.
    Vielleicht langt es schon, wenn man den Arm mit beiden Händen umfasst und Druck ausübt. sich langsam nach unten zur Hand bewegt, immer den Druck belassen. Bis zur Hand. Versuchen in die Handinnefläche zu kommen und von außen mit der anderen Hand einen Gegendruck ausüben, sich langsam bis zu den Fingern vorarbeiten.
    Keine Schmerzen verursachen und keinen Zug auf den Arm. NICHTS mit "Gewalt "
    Wenn sich der Tonus der Hand verändert, ist es keine Kontraktur, sonder es könnte sein , dass sie hyperton ist auf Grund von Wahrnehmungsstörungen.

    LG Rixte
    Trenne dich nicht von deinen Illusionen!
    Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren,
    aber aufgehört haben zu leben.

    Mark Twain

  8. #8
    Aktives Forenmitglied Avatar von Froggy

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    Standard Re: Kontrakturenprophylaxe

    Also ich hab bei Thema Kontraktur gerade erst gelernt, dass man auf keinen Fall einen Waschlappen einlegen sollte (generell nix "größeres" - auch keinen Stressbälle, - säckchen, o.ä.), das das den Greifreflex auslöst bzw. verstärkt und damit die Kontraktur nur noch "schlimmer" werden lässt.
    Als Prohylaxe gegen offene/gerötete Handinnenflächen hat man uns in der Schule den Vorschlag gemacht eine Kompresse oder ein dünnes Baumwolltaschentuch einzulegen.

    Um die Hand etwas "auf zu bekommen" hat unsere Physiotherapeutin ein kleines Luftkissen, was sie in die Hand steckt und aufpumpen kann, aber auch das bleibt nur währen der Therapie (als höchtest 3 Minuten oder so) in der Hand.
    Alltag ist nur durch Wunder erträglich! (Max Frisch)

    Es grüßt d. Froggy

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