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  1. #1
    Passives Forenmitglied Avatar von Nilito

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    Ausrufezeichen Betreuungsgeld bei Demenz

    Hallo zusammen.

    Mein Vater ist seit September 2006 in Pflegestufe 1 eingestuft worden wegen Demenz und Parkinson. Pflegeperson ist meine Mutter und ich (von der Krankenkasse anerkannt). Meine Mutter ist Hausfrau und kümmert sich tagsüber um meinen Vater, ich abends und an den Wochenenden. Meine Mutter ist nun auch erkrankt am Bewegungsapparat. Wir erhalten 215 Euro Pflegegeld Stufe 1 ab Juli 2008. Bisher gab es 460 Euro im Jahr Betreuungsgeld, für Kurzzeitpflege und andere Einrichtungen und Spezialisten, welche davon bezahlt werden müssen. Da ja nun 1200 Euro bis 2400 Euro je nach Betreuungsaufwand nach dem bekannten Kriterienkatalog erforderlich sind, bekommt das Geld bei Kurzzeitpflege und anderen Einrichtungen jeweils dann Abrechnung über die Pflegekasse dann die jeweilige Betreuungseinrichtung. Kann halt nicht verstehen, wieso bei Bekannten von uns, die Pflegeperson das Geld monatlich selbst bekommt, obwohl sie keinen Pflegedienst noch Kurzzeitpflege ausführen lassen, m. E. ist da Schmu gemacht worden, nicht akzeptabel, da wohl ein Bekannter beim DRK arbeitet.

    Meine Frage ist, es soll laut Beitrag von PlusMinus auf dem TV bis zu 180 Euro Zusatzgeld möglich sein, wenn der Pflegende zu Hause betreut wird. Wann bekommt man diese Zusatzleistung zum Pflegegeld ?

    Siehe Rubrik "Unterstützung für pflegende Angehörige"



    Sind das Leistungen, die zusätzlich erbracht werden zum Pflegegeld ? Wie ist der Antragsweg? Wieso weisen einen darauf nicht die Pflegekassen hin ?

    Danke für Hilfe

    Nili to


    Schnellsuche: Betreuungsgeld bei Demenz

  2. #2
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Griesuh

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    Standard Re: Betreuungsgeld bei Demenz

    Hallo Nilito,deine Fragen sind nicht mit eins, zwei Sätzen zu beantworten.
    Welche Spezialisten habt ihr denn vom Pflegegeld und den 460 € bezahlt?
    Diese Gelder waren und sind nicht für ärtzliche und therapeutische Maßnahmen vorgesehen, sondern damit soll die Grundpflege sicher gestellt werden.
    Die zusätzlichen Betreuungsgelder nach § 45 b SGB XI von bis zu 2400€ im Jahr werden nur als Sachleistung gewärt. Eine Geldauszahlung erfolgt nicht.
    Das bedeutet im klartext, nur ein zugelasser ambulanter Pflegedienst, der betreuungsdienste anbietet, kann diese zusätzlichen Betreuungsgelder mit der Pflegekasse abrechnen, wenn ihr dem Pflegedienst eine Abtrittserklärung unterschrieben habt. Ansonsten müsst ihr in Vorkasse gehen und die Rechnungen bei der Pflegekasse einreichen.
    Wenn ihr einen Pflegedienst zu euerer Entlastung bei der Betreuung
    ( nicht verwechseln mit der Pflege) einsetzt, müsst ihr die Betreuungsgelder bei der Pflegekasse beantragen. Über die Höhe der Betreuungsgelder entscheidet die Pflegekasse nach der schwere der Demenz.
    (wurde im Gutachten zur Einstufung in eine Pflegestufe durch den MDK festgestellt)
    Soviel zum Betreuungsgeld.

    Jetzt gibt es noch zusätzliche Kominationsmöglichkeiten der Leistungsausnutzung.
    Wenn eine Tagesstätte besucht wird, so können in Pflegestufe 1, zusätzlich zum Pflegeld 240 € für den Besuch einer Tagesstätte beantragt werden. Das bedeutet ihr habt dann 215 + 240 = 455€ zur Verfügung. Jedoch wird auch das Zusatzgeld nur als Sachleistung gewährt, was bedeutet nur die zugelasseneTagesstätte kann diesen Betrag mit der Pflegekasse abrechnen.
    Was deine Bekannten dir gesagt haben, kann so nicht sein.
    Kurzzeitpflege bedeutet, der Pflegebedürftige ist in einem Pflegeheim für kurze Zeit untergebracht. Bis maximal 28 Tage im Jahr oder 1470 € werden von der Pflegekasse bewilligt. Alles was an Kosten darüber geht ist selbst zu tragen.

    Dann gibt es noch die Verhinderungspflege. Diese beträgt bis zu 28 Tage und 1470 € im Jahr. Die Verhinderungspflege kann bei Krankheit, Urlaub oder sonstiger Verhinderung der Pflegeperson bei der Pflegekasse beantragt werden.
    Das bedeutet, der Pflegebedürftige wird weiter in seiner häuslichen Umgebung von einem ambulanten Pflegedienst oder von Verwanden 3. Grades bzw. bekannte der Familie versorgt. Diese Gelder können auch von Verwanden ab 3. Grades in Anspruch genommen werden.
    Ich gehe einmal davon aus, dass deine Bekannten dies wohl meinten.

    Der Beitrag in Plus-Minus stimmt in einigen Punkten überhaupt nicht mit den Möglichkeiten und erfordernissen zur Beanspruchung der Leistungen nach dem SGB XI überein. Da haben sich etl. fehler eingeschlichen.
    Woher laut Plus-Minus die regelmäßig gezahlten 180 € mtl kommen sollen, bleibt deren Geheimnis. Die zusätzlichen Betruungsgelder liegen zwischen 100 und 200€ mtl. Jedoch nur auf Antrag. Wird in einem Monat keine zusätzliche Betreuung erbracht gibt es auch kein Geld.
    Nicht abgerufene Betreuungsgelder können in das nächste Kalenderjahr übernommen werden. Werden sie dann nicht abgerufen verfällt der Anspruch des Geldes aus dem Vorjahr.
    Ich hoffe etwas klarheit in den wirrwarr gebracht zu haben.
    bei unklarheiten einfach einmal bei der pflegekasse ( Krankenkasse) anrufen und fragen. Du kannst sicher sein, keine Kranken / pflegekasse wird gelderzahlen, die sie nicht zahlen müssen.

    Lg

  3. #3
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von Lisy

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    Standard Re: Betreuungsgeld bei Demenz

    Hallo Griesuh,
    bei uns in BW können auch Privatpersonen die Betreuung übernehmen, es muß der Kasse halt eine Rechnung vorgelegt werden oder der Verdienstausfall muß klar sein. Die Bezahlung der Betreuung läuft bei uns so ab wie die in der Verhinderungspflege.
    Gruß Lissy

  4. #4
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Griesuh

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    Standard Re: Betreuungsgeld bei Demenz

    hallo Lissy, in den §§ zu den zusätzlichen Betreuungsleistungen nach 45b SGB XI, steht eindeutig die Betreuungsgelder werden nur als Sachleistung gewährt.
    Bis zum 30.6.08 konnten auch in Hessen privat Personen die 460€ abrechnen.
    Du bist doch auch im bpa, oder? Hast du nicht die CD mit der Pflegereform und den geänderten §§§ bekommen. Dort steht es eindeutig.
    In den anhängenden Gesetzteserläuterungen steht, dass mit dieser Reglung verhindert werden soll, dass sozialgelder in Schwarzarbeit fließen.

    Lg

  5. #5
    Erfahrenes Forenmitglied Avatar von Lisy

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    Standard Re: Betreuungsgeld bei Demenz

    Hallo Griesuh,
    korrekt ich bin wie du im bpa und ich hab die CD. Klar ist auch das die Betreuungsgelder Sachleistungen sind.
    Trotzdem haben bei uns die Kassen eine Geldzusicherung gemacht, auch wenn Privatpersonen die Betreuung leisten. Die Kassen wollen nur eine Rechnung, aus der ersichtlich ist, wer betreut und was er an Geld bekommt und wie lange der Betreuer da waren.
    Bei uns werden "schon" Laien zum Alltagsbetreuer geschult, das DRK hat vom KDA dafür sogar Fördergelder bewilligt bekommen.
    Gruß Lissy

  6. #6
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Griesuh

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    Standard Re: Betreuungsgeld bei Demenz

    hallo Lissy,
    wie sage ich immer: andere Länder, andere Sitten.
    Die PK's in Hessen haben schon eindeutig mitgeteilt, dass die zusätlichen Betreuungsgelder nur als Sachleistung gewährt werden.

    Am 8.7.08 war ich auf einer Schulung beim MDK egen begutachtungen, auch dort wurde übereinstimmend berichtet, dass diese Betreuungsgelder Bundesweit nur als sachleistung gewährt werden dürfen.
    Wie passt das zu deiner Erklärung mit eueren PK's?
    Aber warten wir mal die weitere Entwicklung ab. noch steckt die Umsetzung der neuen regelungen in den Kinderschuhen.

    LG
    griesuh

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