Hallo!
Der Rettungsdienst in Lübeck, sowie die Intensivstationen der dortigen Uniklinik haben seit geraumer Zeit den LUCAS.
Zuerst gesehen hab ich dieses Gerät Silvester 2006 als eine 40jährige Frau in ihrem Altstadthaus reapflichtig wurde und zu uns in den Schockraum kam.
Wer die Altstadthäuser in Lübeck kennt, weiß wie eng und schmal die Stiegen sind - da ist eine Rea und gleichzeitiges Hinuntertragen der Trage nahezu unmöglich, also haben sich die Retter für den LUCAS entschieden.
Danach habe ich noch ca 3x LUCAS im Einsatz gesehen.
Allerdings hat kein Patient überlebt, ein Intensivpfleger meinte zu mir, dass nur 6% der Patienten mit LUCAS überhaupt überleben.
Das Gerät ist an sich eine recht gute Idee, aber es hat ein paar Mankos, die ich nicht so gut finde.
Die Arme werden nicht gerade sanft über Schulterhöhe hochgeklemmt, kann mir gut vorstellen, dass das zu irgendwelchen Schäden führen kann.
Das Gerät hinterläßt eindeutige Verletzungen (Striemen, Hämatome) im Bereich der Achseln und der Flanke, die auf Quetschungen durch den Gurt zurückzuführen sind - ganz zu schweigen von den "üblichen" Hämatomen am Druckpunkt.
Das Gerät ist ganz schön "wuchtig", wenn es in action ist - ich hatte am besagten Silvesterabend zuvor noch nie was von LUCAS gehört, und war recht erschrocken wie es arbeitet (Presslufthammer ist ein guter Vergleich) - aber klar, es ist ne REA...
LUCAS ist irgendwie der letzte Strohhalm...soll in Schweden bereits seit einigen Jahren eingesetzt worden sein.



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