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Thema: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?

  1. #17
    Aktives Forenmitglied Avatar von Lisy

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    Standard Re: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?

    Hallo Sanne,
    ich habe mit keinem Wort geschrieben, das ich nicht hinter den Kollegen stehe.
    Ich "verbrate" auch keine Kollegen. Und einen Druck weitergeben ist ein go no.
    Meine Kollegen haben genügend Zeit für die Pflege, werden gut bezahlt, haben keinen Dienstplan sondern eher schon einen Freizeitplan. Wir haben praktisch keine Fluktation, unser Krankenstand schwebt gegen 0.
    Und last not least Beschwerde ist Beschwerde, egal ob sie von den Kollegen oder vom Kunden kommen. Wir reagieren immer.
    Dafür erwarte ich aber einen 200% Einsatz und den bekomme ich auch.
    Tut mir leid für dich, das du gefrustet bist.
    Gruß Lisy
    nicht alle PDL`s sind unmenschlich.
    Und Caritas ist nicht gleich Caritas (aber das wurde ja schon geschrieben)

  2. #18
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Sanne08

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    Standard Re: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?

    Liebe Lisy,

    ich war mittlerweile bei vier Caritas Sozialstationen, bei einer habe ich FSJ gemacht ... und diese wiesen alle diesselbe "Kundenkriecherei" - Problematik auf. Sehr seltsam. Derweil ich bei anderen Pflegediensten nie eine derart extreme "Kundenorientierung" erlebt habe ... und ich habe schon vor Beginn meiner Ausbildung in einige andere Pflegedienste reingeschnuppert ( wobei diese überwiegend privat waren ) ... allerdings in Sachsen-Anhalt, wo ich früher gelebt habe. Gruß an Schaf ;).

    Ja, ich bin gefrustet. Da gebe ich Dir recht.
    Und zwar von der Erwartungshaltung mancher Leitungen in Anbetracht der Pflegefachkraft - Mangel Situation auf dem Arbeitsmarkt vergleichbar mit einer kleinen Hungersnot: Kaum was zu essen, aber meckern wenn mal ne braune Stelle am Apfel ist und ich rede hier nicht von faulen Äpfeln !

    Was ich damit sagen will:
    200 % Arbeitskraft bei "günstigen" Arbeitsbedingungen zu verlangen ist utopisch, überzogener Leistungsdruck. Wir sind hier nicht im Manager-Bereich !
    100% ist schon viel und eine Leitung kann sich glücklich schätzen wenn sie das bekommt.

    Ich arbeite als Mensch mit anderen Menschen zusammen und überall wo Menschen aufeinandertreffen ist die Situation manchmal alles andere als perfekt. Kann sein daß der Patient mal schlecht geschlafen hat, kann sein daß ich mal einen schlechten Tag habe. Mensch bleibt Mensch. Und manchmal bleiben Konflikte nicht aus. Bei dem einen Patienten oder der einen Pflegekraft mal mehr, an einem anderen Tag oder bei anderen Menschen mal weniger. Und manchmal funktioniert/passt es überhaupt nicht auf beiden Seiten, dann muß eine Lösung evtl. andere Pflegekraft für den Patienten gefunden werden. Das ist ganz normal ! Eben menschlich.

    Ich für meinen Teil stelle hohe Ansprüche an mich, habe aber im Laufe der Jahre gelernt, diese zurückzuschrauben, weil sich das sehr negativ auf meine Gesundheit ausgewirkt hat. So ein Arbeitsumfeld ist folglich pures Gift für mich.

    Um Mißverständnisse zu vermeiden: Ich versuche stets meine Arbeit gut zu machen. Aber manchmal schaffe ich nur 80%, manchmal 100% ... je nach Tagesform. Und das ist gut so, wie es ist.

    Ich verlange von einer PDL im "sozialen" Bereich, daß ich in erster Linie als Mensch ( nicht als Maschine mit programmierbaren Programm ) gesehen werde, der Fehler machen darf ohne daß diese unnötig aufgebauscht werden und letztendlich aus einer "braunen Stelle am Apfel" ein "fauler Apfel" gemacht wird. Ich verlange auch, daß ich in erster Linie mit meinen Stärken gesehen werde. Eigentlich verlange ich nicht viel ... sondern nur, daß Leitungen etwas von Mitarbeitermotivation verstehen ! Ich für meinen Teil habe bis vor kurzem immer nur das "Beste" sprich in erster Linie die Stärken meiner Leitung gesehen ... und - man wagt es ja nicht zu glauben - selbst Leitungen machen Fehler, ständig ... dennoch habe ich mich auf das Positive konzentriert ... nur ich habe nie etwas diesbzgl. zurückbekommen !

    Ich weigere mich perfekt sein zu müssen ... Ein derartiger Perfektionismus... wie Du ihn oben beschreibst ist "anstrengend", nicht nur für den Mitarbeiter sondern auch für eine Leitung. Big brother is watching you. Im Gegenzug könnte ich bei jedem Fehler ( und sei er auch noch so klein ) den eine Leitung macht ( und das sind einige ) ständig meckern und mich beschweren gehen, sorry, aber ich habe Besseres zu tun ! Das ist mir zu anstrengend !

    Du hast sehr viel Glück mit Deinen Mitarbeitern, wenn diese das mitmachen. Es fragt sich nur wie lange noch und wie lange noch der Krankenstand gen 0 tendieren wird ... Wahrscheinlich sind die Mitarbeiter "Alteingesessene", die - mit einem entsprechenden Helfersyndrom ausgerüstet - sich eine derartige Behandlung ohne Weiteres bieten lassen ohne zu hinterfragen und sich einfach damit abfinden.

    Nur der Pflegenachwuchs achtet heute mehr denn je auf sich und seine "Gesundheit". Ein Helfer Syndrom ist nicht mehr ohne weiteres gegeben, denn das ist auf Dauer ungesund ... kannste fragen wen Du willst. Abgrenzung und eine gesunde Distanz zur Arbeitsstelle ist heute mehr denn je Thema in der Ausbildung. Wie eine ehemalige Lehrerin von mir so schön sagte: Die Pflegewelt benötigt heute mehr denn je PflegePersönlichkeiten, statt Pflegepersonen.

    Eine Leitung - so meine Erfahrung - kann mit Persönlichkeit bei Mitarbeitern nicht immer automatisch gut umgehen. Wer nicht paßgenau im Gleichschritt marschiert wird als Bedrohung, statt Bereicherung gesehen.

    Mein Standpunkt: Ich arbeite um zu (über)leben und ich bin nicht bereit über meine Kräfte hinaus zu arbeiten bzw. mich zu engagieren. Meine Prioritäten liegen nicht in der Arbeit sondern im Leben. Nichtsdestotrotz macht mir die Arbeit mit Patienten Spaß, wenn auch derzeit meine Arbeitsstelle mir wenig Freude bereitet.

    Liebe Grüße
    Geändert von Sanne08 (12.04.2009 um 17:02 Uhr)

  3. #19
    Passives Forenmitglied Avatar von Tineue30

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    Standard Re: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?



    Hallo Sanne,

    du glaubst gar nicht wie sehr Du mir aus der Seele sprichst *freu* ... habe Dir PM geschrieben. Hoffe Du schreibst zurück.



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  5. #20
    Passives Forenmitglied Avatar von wiebeler

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    Standard Re: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?

    Hallo Sanne
    100% darf ich als Arbeitgeber ja wohl verlangen, wenn nicht muss ich auch nicht immer 100% des Endgeldes auszahlen.
    Alles ist eine Frage des Umgangs miteinander.
    Jeder hat mal Tage, wo er es nicht schafft, seine 100% zu erbringen, dafür ist er an manchen Tagen in der Lage mehr als 100% zu erbringen.
    Da sind Private Anbieter den Tarifgebundenen Arbeitgebern im Vorteil. Dort kann man eher den einzelnen Mitarbeitern gerecht werden.
    Wer im vergleich zu anderen Mitarbeitern immer 125 % leistet, sollte auch diesen am ende des Monats auf seinem Konto wiederfinden. Auch wer weniger leisten kann oder möchte sollte dieses im Vergleich auf 100% zu spüren bekommen.
    Die Frage ist immer was sind 100% dieses sollte im Konsens zwischen PDL und Mitarbeiter erfolgen.

  6. #21
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Sanne08

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    Standard Re: Bezahlung - welcher Pflegedienst ?

    Zitat Zitat von wiebeler Beitrag anzeigen
    Hallo Sanne
    100% darf ich als Arbeitgeber ja wohl verlangen, wenn nicht muss ich auch nicht immer 100% des Endgeldes auszahlen.
    Alles ist eine Frage des Umgangs miteinander.
    Jeder hat mal Tage, wo er es nicht schafft, seine 100% zu erbringen, dafür ist er an manchen Tagen in der Lage mehr als 100% zu erbringen.
    Da sind Private Anbieter den Tarifgebundenen Arbeitgebern im Vorteil. Dort kann man eher den einzelnen Mitarbeitern gerecht werden.
    Wer im vergleich zu anderen Mitarbeitern immer 125 % leistet, sollte auch diesen am ende des Monats auf seinem Konto wiederfinden. Auch wer weniger leisten kann oder möchte sollte dieses im Vergleich auf 100% zu spüren bekommen.
    Die Frage ist immer was sind 100% dieses sollte im Konsens zwischen PDL und Mitarbeiter erfolgen.
    Ich arbeite lediglich als Teilzeitkraft, demnächst nur noch 50% aufgrund familiärer Umstände. Du hast Recht, wenn Du sagst daß der Konsens zwischen PDL und Mitarbeiter diesbzgl. grundsätzlich stimmig sein sollte. Der Name Teil-zeit sagt für mich schon viel aus, nämlich daß meine Prioritäten nur teil-weise in der Arbeit liegen ... Natürlich versuche ich meine Arbeit so gut als möglich zu machen. Jeden Tag. Aber sobald ich mal was vergesse ( wenn es auch nur eine Kleinigkeit ist ), sprich es wage von 100% nur 85% zu erbringen, dann werde ich gleich in die Ecke "fauler Apfel" gesteckt. Du glaubst gar nicht wie frustrierend und demotivierend es sein kann, wenn immer nur auf Schwächen und Fehler geguckt wird ( seien sie auch noch so winzig ) und das in einem Ausmaß, was an "Zwanghaftigkeit" grenzt und in "Hysterie" ausartet, nämlich dann wenn Dinge unnötig aufgebauscht werden.
    Wie dem auch sei, vieles steht für mich als Mensch, dem eine gewisse "Gelassenheit" mittlerweile sehr wichtig geworden ist, nicht im richtigen Verhältnis zueinander.
    Das Gehalt ist eine Sache, eine andere ist eine "gute Führung". Auch eine gute Leitung hat eine Leistung dem Mitarbeiter gegenüber zu vollbringen. Schließlich bekommt eine Leitung Gehalt für Führung. Und eine gute Führung zeichnet sich für mich in erster Linie als menschlich, fair und korrekt aus. Mir wird einerseits jedes "kleinste Fitzelchen an Fehler" vorgeworfen, auf der anderen Seite wird seitens der Leitung schon mal vergessen, Pflegeleistungen oder Patienten (richtig) einzuplanen, Touren werden gänzlich falsch geplant, Frei-zeiten von Mitarbeitern vergessen, Zeiten falsch auf den Nachweisen übertragen, gearbeitete Stunden von Mitarbeitern unterschlagen, von der teilweise schlechten Behandlung einiger Mitarbeiter mal ganz zu schweigen .... etx, etx. Sorry, aber so was finde ich unmöglich.

    Liebe Grüße,

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