Ich muss mich gerade auseinandersetzen, welche Triagesysteme in Notaufnahmestationen eingesetzt werden.
3 oder 5 stufig und welche genau.
Wer hat Tipps?
Danke
HL
@goepfert roland
ich bin ebenfalls Leitung einer ZNA. Wir wollten Mitte dieses Jahres das MTS einführen. Wir wurden alle geschult, haben uns Gedanken zur Umsetzung gemacht, leider kam es aus Mangel an Personal nicht zur Umsetzung.
Dazu auch meine Frage. Für uns stellt es sich so da, als wenn wir ständig jemanden zur Triagierung abgestellt haben müssen. Dieser MA kann zwar auch andere Tätigkeiten mit übernehmen, muss diese aber sofort unterbrechen können.
Wir arbeiten mit einer 2´er Tagdienstbesetzung. "Bedienen" zeitgleich bis zu fünf Fachrichtungen. Die MA die in der ZNA arbeiten, können häufig nicht sofort zu dem neuen Patienten um zu triagieren.
Wie seit ihr besetzt und wie habt ihr das gelöst?
MfG
NF
Es dürfen auch Ärzte die Sichtung machen !!
Bei uns findet eine Triagierung eher nach dem GCS und "Gefühl" statt.
MTS haben wir versucht, aber es ist an zwei Punkten gescheitert:
1. Als "rot" triagierte Patienten müssten "sofort" gesehen werden. Gerade in einer Uniklinik scheitert das daran, dass der "passende" Arzt eben nicht da ist. Wir betreuen 16 Fachrichtungen (Allg.Chir, Unfall Chir. , Internistisch in 3 Disziplinen (Kardio/Pulmo/Nephro+Gastro+Onko), Neurologie und dazu Stroke-Unit, Neurochirurgie, Urologie, Gyn, Orthopädie, Pädiatrie, Psychiatrie, Dermatologie, Ophtalmologie, Herzchirugie.
Man muss erstmal herausfinden, welcher Arzt zuständig ist. Der Internist fühlt sich bei Thoraxschmerz nicht zuständig, der Orthopäde auch nicht. Und eben da hilft kein MTS etwas. Es ist das "Gefühl".
2. Die falsche Einschätzung der Rettungsdienste/Notärzte: Zuerst war es so geregelt, dass diese Einschätzung richtig war. So kam es ab und zu vor, dass ein GI-Infekt, welcher durch einen Notarzt eingeliefert wurde im Schockraum landete und eine Oesophagusvarizenblutung, welche durch einen KTW über den Ärztlichen Bereitschaftsdienst eingewiesen wurde, als GI-Infekt erstmal warten musste.
Wir sind jetzt wieder darauf übergegangen jeden Patienten zu sehen, RR/P/SaO2 (ausser bei wirklich unkritischen Patienten) zu messen und den GCS zu erheben sowie ein paar Fragen zu stellen ("Wo sind sie", "Was fehlt ihnen", "Welcher Tag ist heute", "Was sagt der Hausarzt dazu?")
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