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  1. #101
    Aktives Forenmitglied Avatar von Pfleger*m84
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    es gibt natürlich ausnahmefälle, denn in dem heim wo ich arbeite kenn ich sehr viele besucher weil ich in dem ort auch wohne. habe in letzter zeit meine geronto- und sozialstation stunden gemacht, konnte also auch mal sehen wie es läuft wenn ich keinen kenne. keinen bw/pat. , leinen angehörigen. ich muss sagen dass das Sie fast überall möglich war, bis auf einer sehr dementen frau. natürlich habe ich es geduldet das sie mich duzt, demente berichtigt man in diesem stadium nicht. ansonsten habe ich jeden gesiezt und mich auch jeder gesiezt. und ich muss sagen das es da auch engere bindungen zu einigen pat. gab, auch mit Sie....


    Gruß
    Wer die Ironie findet darf sie behalten

  2. #102
    Aktives Forenmitglied Avatar von Freiberufler73
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Hallo stern3007,
    Deine Feststellung des "oberflächlichen Denkens" ist etwas absurd,denn auch wenn ich Menschen berufsbedingt ausziehe und wasche,bleibt mein Gegenüber ein mir fremder Mensch,auch wenn er krank ist. Dies berechtigt nicht dazu,mich zu duzen oder den Patienten zu duzen ! Wenn Du denn Deine Würde oder wie man es sonst nennen kann,im Dienst abgibst,ist das ganz allein Deine Entscheidung und sicher nicht zu pauschalisieren. Nur,weil ich Krankenschwester bin,heißt das nicht,daß ich mich duzen lassen muß,wenns vielleicht eventuell therapeutisch besser wäre ! Alberne Diskussion inzwischen..
    LG Sibille

  3. #103
    Allgemeine Krankenpflege Avatar von mutsche
    Beruf
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    arbeitsunfähig, in Umschulung
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Hallöle ihr Lieben,

    ich lese hier schon ewig lang mit und finde dieses Thema sehr interessant. Eigentlich wollte ich mich nicht einschalten, aber leider muss ich kurz was los werden.
    @stern 3007: Was berechtigt dich bitte dazu, so abwertend über andere, die diesen Beruf ausüben zu sprechen, nur weil diese eine andere Meinung als du haben? Stichwort: "Arme Patienten" Sorry, aber ich bin 28 Jahre jung und ich lasse mich lieber mir "du" anreden, da ich mich noch nicht so alt fühle um gesiezt zu werden. Das macht mir persönlich nichts. Im Gegenzug benutze ich auschließlich das "Sie", da ich es einfach höflicher finde, vor allem wenn ich älter Patienten vor mir habe! Zumindestens habe ich es so gelernt - Stichwort Anstand ;). Wenn mir ein Patient das "Du" anbietet, dann habe ich auch nichts dagegen, vorallem wenn er in meinem Alter ist. Ich würde jedoch niemals jemanden einfach so siezen. Ich habe auf einer Notaufnahme, in der HNO, auf der Radiologie und in der Gyn gearbeitet. Dort bin ich mit den unterschiedlichstens Patientengruppen zusammen gekommen vom Kind bis hin zum schwerkranken Krebspatienten oder einer dementen Person. Auch hier habe ich meist gesiezt. Es ist nicht in Ordnung einfach zu duzen nur weil der Patient dement ist. Er ist und bleibt trotzdem älter als ich und hat meines Erachtens auch diesen Respekt gegenüber seinem Alter verdient. Ich habe auch mit Krebespatienten über sehr lange Zeit gearbeitet. Auch hier wurde nur in seltensten und vorallem vertrauen Situationen das "Du" benutzt. Bei Kindern sehe ich da eine Ausnahme, denn man kann mit Kindern besser arbeiten, wenn man eine vertraute Situation schafft, da ist das "Du" angebracht.
    Schwester "XY" fand ich zu anfang meiner Ausbildung sehr nett. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es meines Erachtens gegen unsere Profession ist! Was ich damit meine:
    1. Es gibt nur wenige Berufe, wo man so mit dem "Du"/"Sie" umgeht wie bei unserem, ebenso kenne ich kaum Berufe in dem man die Berufsbezeichnung vor den Vornamen setzt
    2. Wir wollen, dass unser Beruf endlich anerkannt wird und wir eine Profession haben - warum dann an alten Bezeichnungen hängen bleiben? Ich meine das Schwester kommt aus der Wärterzeit, wo Ordensschwestern Kranke gepflegt haben. Diese Frauen wurden zu dieser Zeit kaum ausgebildet bzw. stand der Beruf noch in den Kinderschuhen! Heute haben wir eine Pflegewissenschaft und wollen unseren Beruf von anderen abgrenzen. Da ist meines Erachtens das "Du" sowie "Schwester sowieso" unangebracht. Das ist unprofessionell... Ärzte lassen sich auch nicht mit Herr Dr. Michael anreden! Warum soll ich es dann? Unser Beruf ist so schon wenig angesehen, warum das ganze unterstützen?
    3. Pflege heißt, den Patienten wieder in den Alltag zurückzuführen bzw. ihm neue Möglichkeiten aufzuzeigen, falls man ihn in seinen alten Alltag nicht zurückführen kann. Wenn ich den Patienten pflege, dann nehme ich automatisch eine bestimmte Zeit an seinem Alltag teil und sprichst du Menschen im Alltag, die du nicht wirklich oder nur oberflächlich kennst, mit "du" an? Oder rennst du auf der Straße rum und sagst "Grüß Gott, ich bin Schwester XY"? Wohl kaum, also warum wird dann so heftig diskutiert, was richtig und falsch sein soll?
    4. Patienten sind mittlerweile wechsentlich weiter als wir und sprechen mich von alleine nicht mehr mit "SchwesterXY" an, sondern mit "Fr. ..." - Warum also an diesen alten Normen festhalten? Ich glaube, dass wird heute hauptsächlich von Personen der älternen Generation benutzt, egal ob PflegerIn oder Patient. Warum weiß ich nicht, vielleicht vermittelt es Sicherheit, denn Neues kann im ersten Moment Angst machen. Oder ist nur die gute alte Bequemlichkeit ;)

    Ich denke, das hat nichts mit Distanz zu tun, sondern mit Höflichkeit und wie wir uns in unserem und unseren Beruf an sich sehen! So langsam sollten alle mal begreifen, egal wie lange sie schon in diesem Beruf arbeiten, dass die guten alten Zeiten vorbei sind und sich auch unsere Beruf weiterentwickelt! Wer es nicht glauben will, soll mal die Pflegewissenschaft beobachten oder die diversen Projekte, die laufen, um unseren Beruf attraktiver zu gestalten und endlich eine Profession bzw. einen abgrenzbaren Beruf daraus zu machen. Wir leben nun mal nicht mehr im 19. Jh., wo Ordensschwestern die Kranken pflegten. ;)
    Ach und die Diskussion mit dem Namensschild und dem nicht lesen können, finde ich witzig ;) Es ist doch egal, ob der Patient es lesen kann, es soll ja nur eine Orientierungshilfe sein. Wenn der Patient es nicht lesen kann oder ich das Gefühl habe, dann kann ich auch sagen ich bin "Fr. ....". Ich denke, so professionell sollten wir alle sein, dass wir uns bei unseren Patientenkontakten vorstellen können. Das mache ich sogar bei Patienten die im Sterben liegen.
    Der Vergleich mit der Bank war nicht auf die Tätigkeit der Mitarbeiter bezogen, sondern einfach nur darauf, dass es andere Berufe gitb, die ihre Berufsbezeichnung + Vornamen nicht als Anrede benutzen und auch nicht ihr Klientel duzen. Es ist natürlich klar, dass man keine enge Beziehung mit dem Klienten aufbaut, obwohl auch hier Vertrauen auf beiden Seiten voranden sein muss. Wenn dir dein Bankberater unsympathisch ist, würdest du ja dein Geld nicht auf die Bank bringen oder einen Bausparvertrag abschließen oder? ;) Manche tun so, also ob wir zu jedem Patienten eine super enge Beziehung aufbauen müssten und daher das "du" von Nöten ist. Aber wenn ihr ehrlich seid, dann hat man zu den wenigsten Patienten eine enge Bindung auch in unserem Beruf. Das hat was mit Distanz waren zu tun... Und auch mit dem "Sie" kann man wunderbar enge Bindungen zu Patienten aufbauen. Es zeugt nämlich davon, dass man sich gegenseitig wertschätzt. ;)

    So sorry, ist lang geworden, aber ich find es traurig, dass man sich so in die Haare bekommen muss, denn im Prinzip wollen wir doch alle das Gleiche: den Patienten möglichst gut begleiten und im Hilfe geben, egal in welcher Situation er sich nun befindet.
    Also stern007 bitte hör auf so über andere zu urteilen, nur weil man eine andere Meinung hat. Du kennst keinen persönlich und weißt nicht, wie wir hier alles unsere Arbeit machen, die so schon schwer genug ist!

    Gruß Mutsche
    Lg Mutsche

    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.

  4. #104
    Aktives Forenmitglied Avatar von Freiberufler73
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden


  5. #105
    Aktives Forenmitglied Avatar von florie
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    und hat jetzt irgendjemand kathire eine sachliche auskunft über ihre frage erteilt? irgendwie nicht oder?
    echt schrecklich das es hier bei solchen themen immer so persönlich zugeht.
    anstatt, das man einfach andere meinungen aktzeptiert.

  6. #106
    Allgemeine Krankenpflege - Psychiatrie Avatar von trostpflaster
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    gebe Florie recht

    echt schade

  7. #107
    Aktives Forenmitglied Avatar von stern3007
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Zitat Zitat von Freiberufler73 Beitrag anzeigen
    Hallo stern3007,
    Deine Feststellung des "oberflächlichen Denkens" ist etwas absurd,denn auch wenn ich Menschen berufsbedingt ausziehe und wasche,bleibt mein Gegenüber ein mir fremder Mensch,auch wenn er krank ist. Dies berechtigt nicht dazu,mich zu duzen oder den Patienten zu duzen ! Wenn Du denn Deine Würde oder wie man es sonst nennen kann,im Dienst abgibst,ist das ganz allein Deine Entscheidung und sicher nicht zu pauschalisieren. Nur,weil ich Krankenschwester bin,heißt das nicht,daß ich mich duzen lassen muß,wenns vielleicht eventuell therapeutisch besser wäre ! Alberne Diskussion inzwischen..
    Traurig wenn man seine Würde nur wahren kann wenn das Wörtchen Du aussen vor bleibt. Empathie ist das Stichwort und die vermisse ich hier gewaltig.

    @Mutsche
    Ich spreche das aus was ich denke. Wenn du das als abwertend empfindest ist das dein Problem. Und jetzt kommt auf einmal die Profession ins Spiel? Das hängt sicher nicht mit dem Wörtchen Du zusammen. Das ist für mich nur wieder eine Ausrede für diejenigen die damit einfach nicht klar kommen. Ich habe schon mehrfach geschrieben das jemand der professionell arbeitet auch mit dem Du kein Problem hast.

  8. #108
    Aktives Forenmitglied Avatar von renje
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Hallo stern3007,

    ja und jetzt ist gut. Verstehe eigentlich nicht mehr was du eigentlich willst. Du schreibst du verwendest ein DU auch nur in Ausnahmefall.

    Ja, die Anderen haben doch auch nichts anderes geschrieben?

    Empathie ist das Stichwort und die vermisse ich hier gewaltig.
    und das geht nur mit DU, oder steh ich auf dem Schlauch?

    Ich habe schon mehrfach geschrieben das jemand der professionell arbeitet auch mit dem Du kein Problem hast.
    Ja, aber vielleicht derjenige den ich Dutze? Der sich evtl. Situations oder/und Krhbedingt nicht wehren kann oder will?

    Gewinnt auch nicht an Wahrheit, wenn ich es wiederhole oder persönlich werde.

    Und jetzt zurück zum Thema, oder ist es ausgereizt?

    Gruß renje

  9. #109
    Aktives Forenmitglied Avatar von stern3007
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Renje das ist MEINE Meinung die ich hier schreibe. Meine Meinung wirst auch du mit deinen Argumenten nicht ändern, weil du es bisher nicht geschafft hast mich zu überzeugen. Ich bin die ganze Zeit beim Thema und greife niemanden persönlich an nur weil ich ihn aufgrund seines Postings anspreche. Also höre auf mir das zu unterstellen. Entweder du verstehst was ich meine oder du verstehst es nicht. Und jetzt ist gut hier. Ich habe keine Lust auf so einer Ebene mit dir zu diskutieren. Du machst mich genauso persönlich an wie du es mir unterstellst.

  10. #110
    Aktives Forenmitglied Avatar von A-s-t-r-i-d
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    Standard AW: Warum lässt sich das Pflegepersonal mit Vornamen anreden

    Hallo,
    meiner Meinung nach ist die Ausgangsfrage warum sich Pflegepersonal teilweise mit Vornamen anreden läß,t von verschiedenen Seiten her beleuchtet worden.
    Zusätzlich sind viele Pflege und Gesundheitseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, da spielen dann noch andere Motive mit rein.

    Ursprünglich ging es in der Fragestellung wohl nicht darum ,warum es angezeigt sein kann Bewohner, Patienten oder Klienten zu duzen.

    Ich finde es kommt sehr auf den Kontext an in dem man arbeitet:.Konzept, vereinbarungen, eigene Persönlichkeit usw . Ist doch in anderen Bereichen auch so. Ein ungefragtes Anreden mit dem Vornamen oder duzen kann genauso unhöflich oder abwertend sein, wie ein stures Beharren auf den Nachnamen.

    Es gibt auch im Umgang mit Höflichkeitsregeln mehrere Möglichkeiten etwas richtig zu machen.
    Ich würde es inzwischen nicht mehr so dogmatisch sehen. Schon vor mehr als 20 Jahren habe ich in einer Rehaklinik gearbeitet ,wo die Anrede des Pflegepersonls mit Familiennamen Teil des Konzeptes war, weil die Anrede Schwester x mit einer anderen Erwartungshaltung verknüpft ist als Frau Sowieso.

    An meinem jetzigen Arbeitsplatz duzen sich sowohl Mitarbeiter untereinander, als auch Bewohner und Mitarbeiter. Auch das hat seine Gründe und ist für mich völlig in Ordnung.

    Weder professionelle Distanz noch empathische Beziehungsarbeit hängen meiner Meinung nach ausschließlich von der Anrede ab, obwohl natürlich ein Zusammenhang besteht.

    Schönen Abend noch
    Astrid

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