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  1. #11
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Freiberufler73
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo renje,
    ich hab mich mal über die RA-Ausbildung schlau gemacht...o.k.,was die Ausbildung angeht lag ich dann doch daneben . Ansonsten aber möchte ich doch weiterhin dem TE zustimmen,denn die Weiterentwicklung der AWRs wird eine Komplexität der Versorgung mit sich bringen,wo ich auch meine,daß pflegerisches Fachwissen Grundvoraussetzung ist und dies hat ein RA nun definitiv nicht ! Und was in München Usus ist,muß noch lange nicht gut und schon gar nicht Standard sein,aber da wären wir wieder beim Thema Ansichtssache.

  2. #12
    Aktives Forenmitglied Avatar von rettungsmaus
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Ich befürchte auch, dass es hauptsächlich um Kosteneinsparungen geht. Warum sonst sollten Bildungszentren oder Schulen (Politiker) auf die Idee kommen, weiteren pflegefremden Berufen einen Einstieg in die Pflege zu bieten. Wie lange wird es dann noch dauern, bis die "Schmalspurfachpflegekräfte" auf den Intensivstationen arbeiten. Die DGF hat einen Anteil von 70 % Fachpflege auf den Intensivstationen gefordert. Nun versuchen diverse Schulen (die müssen ihre Zahlen "schön" kriegen. RA´s werden immer weniger ausgebildet bzw. sind wir noch lange nicht bei der dreijährigen Ausbildung, zu teuer! Der Beruf des RA´s wird immer unaktraktiver da die Bezahlung jenseits von Gut und Böse ist) den Beruf des Rettungsassistenten ein wenig atraktiver zu machen indem das Arbeitsfeld künstlich erweitert wird.....völlig falsche Berufspolitik. Hoffe auf einen Aufschrei der Berufsverbände....kann darauf wahrscheinlich lange warten....

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich!!!

  3. #13
    Registriertes Forenmitglied Avatar von Happy-Alex
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo zusammen,

    die Fachweiterbildung für Rettungsassistenten ist auf meinem Mist gewachsen und soll zusammen mit verschiedenen Bildungsträgern umgesetzt werden. Unter anderem mit den oben genannten. Das Curriculum wurde in Zusammenarbeit mit Anästhesisten, Fachpflegern AN/ITS, Pflegepädagogen und Lehrrettungsassistenten erstellt und orientiert sich am Rahmen der DKG für die Fachweiterbildung AN/ITS.

    Ich arbeite als Projektmanager bei Trenkwalder Medical Care und betreue viele Kliniken und Rettungsdienste in ganz Deutschland.

    Immer mehr Kliniken bekommen den Mangel an GKPs zu spüren, geschweige denn dass diese noch fachweitergebildetes Personal finden. Also was tun?
    Wir sind der Meinung, dass ein Rettungsassistent mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung und einer Fachweiterbildung im Bereich Anästhesie im
    AWR besser aufgehoben ist, als ein/e frisch examinierte/r GKP. Das Patientenklientel im AWR entspricht doch genau den Patienten im Rettungsdienst.

    Egal was ein RA in der Klinik macht, er ist immer einer examinierten PK unterstellt und arbeitet dieser zu. Auch nach dieser Weiterbildung! Gute und erfahrene
    RA´s können evtl. auch dem Anästhesisten bei der Ein/Ausleitung und er Überwachung im OP helfen. Aber nie alleinverantwortlich. Das ist auch nicht der Sinn
    dahinter!

    Wir haben viele RAs in Kliniken im AWR, ITS, Anästhesie und der Notaufnahme eingesetzt, mit großem Erfolg, was die Zusammenarbeit mit der Pflege und
    den Ärzten angeht.

    Selbstverständlich ist nicht jeder RA für diese Tätigkeiten geeignet. Aber auch nicht jeder GKP ist für die Funktionsdienste geeignet.

    Falls jemand von euch noch Infos möchte, einfach melden!

    Gruß

    Alexander Heimerl
    Trenkwalder Medical Care

  4. #14
    Aktives Forenmitglied Avatar von Parasympathisch
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Zitat Zitat von Happy-Alex Beitrag anzeigen
    Das Patientenklientel im AWR entspricht doch genau den Patienten im Rettungsdienst.
    Versteh ich nicht...

    Im AWR liegen frischoperierte Pat - ...und das entspricht genau dem Patientenklientel im RD!?

    Wußte gar nicht, dass im RD frischoperierte Patienten gepflegt werden
    Zwischen Können und Tun liegt ein großes Meer und auf seinem Grunde gar oft die gescheiterte Willenskraft.

    - Marie von Ebner-Eschenbach -


  5. #15
    Aktives Forenmitglied Avatar von Fripi
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Zitat Zitat von Happy-Alex Beitrag anzeigen
    Immer mehr Kliniken bekommen den Mangel an GKPs zu spüren, geschweige denn dass diese noch fachweitergebildetes Personal finden. Also was tun?
    Anständige Bezahlung und gute Qualifikationsmöglichkeiten die mehr zu bieten haben als "Du weißt jetzt zwar soviel wie ein Assistenzarzt hier aber bekommst nur 60€ mehr..."
    Eine Aussicht auf eine echte Anerkennung, aufhebung der unmöglichen Modalitäten die singulär von der Ärztekammer diktiert werden und eventuell auch mal ein Arbeitsumfeld das einem nicht die Sinne raubt wenn man überlegt bis 67 arbeiten zu müssen.

    Zitat Zitat von Happy-Alex Beitrag anzeigen
    Wir sind der Meinung, dass ein Rettungsassistent mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung und einer Fachweiterbildung im Bereich Anästhesie im
    AWR besser aufgehoben ist, als ein/e frisch examinierte/r GKP. Das Patientenklientel im AWR entspricht doch genau den Patienten im Rettungsdienst.
    Dem kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen, allerdings ist es wahrscheinlich. Derjenige hat dann aber auch 4 Jahre Ausbildung hinter sich olus 2 Jahre Berufserfahrung, die GKP nur 3 ohne Berufserfahrung. Das ist irgendwie kein ganz passender Vergleich. Nimmst du die gleiche Pflegekraft mit zwei Jahren Erfahrung in dem Bereich würde sich das höchstwahrscheinlich wieder drehen.


    Mich interessiert das ganze aber trotzdem, wenn du noch genauere Infos hast würde ich mich freuen wenn du sie mir zukommen lassen knntest.

    lg, Nils

  6. #16
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Zitat Zitat von Parasympathisch Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht...

    Im AWR liegen frischoperierte Pat - ...und das entspricht genau dem Patientenklientel im RD!?

    Wußte gar nicht, dass im RD frischoperierte Patienten gepflegt werden
    Erst überlegen - dann schreiben.

    Es handelt sich beide Male um Patienten mit

    - eingeschränkter Bewußtseinslage
    - teilw. insuff. Kreislauf
    - teilw. insuff. RR
    - teilw. Blutungen,

    die einer ständigen Überwachung mittels Monitoring und natürlich auch Einschätzungsvermögen
    der GKP bzw. des RA bedürfen. Und auf genau das sind RAs getrimmt.

  7. #17
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Zitat Zitat von Fripi Beitrag anzeigen
    Anständige Bezahlung und gute Qualifikationsmöglichkeiten die mehr zu bieten haben als "Du weißt jetzt zwar soviel wie ein Assistenzarzt hier aber bekommst nur 60€ mehr..."
    Eine Aussicht auf eine echte Anerkennung, aufhebung der unmöglichen Modalitäten die singulär von der Ärztekammer diktiert werden und eventuell auch mal ein Arbeitsumfeld das einem nicht die Sinne raubt wenn man überlegt bis 67 arbeiten zu müssen.
    Das Problem das unsere Kunden haben ist einfach das, dass sie zu wenig GKPs haben und die Arbeit trotzdem gemacht werden muss (in allen Bereichen und vor allem in den Ballungsräumen). Dieses Problem hat sich bisher auch nicht durch aussertarifliche Bezahlung lösen lassen. Insgesamt gesehen haben die Kliniken durch die Kostendeckelung einen immensen Kostendruck. Verursacher sind doch hier eher die Politik und die Krankenkassen, oder?



    Zitat Zitat von Fripi Beitrag anzeigen
    Dem kann ich nicht uneingeschränkt zustimmen, allerdings ist es wahrscheinlich. Derjenige hat dann aber auch 4 Jahre Ausbildung hinter sich olus 2 Jahre Berufserfahrung, die GKP nur 3 ohne Berufserfahrung. Das ist irgendwie kein ganz passender Vergleich. Nimmst du die gleiche Pflegekraft mit zwei Jahren Erfahrung in dem Bereich würde sich das höchstwahrscheinlich wieder drehen.


    Mich interessiert das ganze aber trotzdem, wenn du noch genauere Infos hast würde ich mich freuen wenn du sie mir zukommen lassen knntest.

    lg, Nils
    Das stimmt. Aber die Pflegekraft wird eben an anderer Stelle benötigt, wo sie aus rechtlichen Gründen kein RA ersetzen kann/darf. Hier kommen wir wieder zum gleichen Problem, dem Mangel an GKPs.

    Die Ausbildung zum GKP unterscheidet sich von der zum RA im wesentlichen durch die in der RA-Ausbildung fehlenden pflegerischen Aspekte wie Grund- u. Behandlungspflege sowie reduierte Krankheitslehre. Die pflegerischen Maßnahmen, die in einem AWR oder in der Anästhesie notwendig sind, sollten doch einem erfahrenen RA in drei Monaten beizubringen sein, oder?

  8. #18
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo Nils,

    kannst Du dich wegen weiterer Infos einmal bei mir direkt melden (a.heimerl@trenkwalder.com)?
    Danke!

    Alex

  9. #19
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Zitat Zitat von Happy-Alex Beitrag anzeigen
    Die pflegerischen Maßnahmen, die in einem AWR oder in der Anästhesie notwendig sind, sollten doch einem erfahrenen RA in drei Monaten beizubringen sein, oder?
    Hallo Alex,

    wenn ich so eine Bemerkung lese muß ich doch ein wenig schlucken. Warum machen wir eine dreijährige Ausbildung wenn man das alles auch in drei Monaten lernen kann? Ich weiß, du meinst die pflegerischen Maßnahmen, die in der Anästhesie bzw im AWR durchgeführt werden müssen. Diesbezüglich wirst du wahrscheinlich Recht haben. Hier reden wir dann von Mithilfe bei Lagerungsmaßnahmen, Verrichten der Notdurft, Handreichungen, evtl. Waschungen, verschmutze Betten frisch beziehen ect. Alles Sachen, die jede Pflegehelferin( und somit auch jeder Rettungsassistent) recht schnell erlernen kann.
    Aber das alles alleine ist doch noch keine Pflege??? Zu einer umfassenden Pflege gehört die Krankenbeobachtung. Die kann ich als Fachpflegekraft nicht deligieren. Die muß ich selber machen. Ich selber muß bei jeder pflegerischen Maßnahme (Pat. auf die "Bettpfanne heben", Lagerung ect.)mir ein Bild machen können und mich nicht darauf verlassen was mir ein Rettungassistent berichtet. Dieser hat, wie die Pflegehelferin auch, keine Erfahrung mit Krankenbeobachtung! Genauso wenig Erfahrung mit frisch operierten Patienten! Es reicht eben nicht aus, nur auf "Bewußtsein, Atmung, Kreislauf" zu achten.
    Beobachtungen müssen interpretiert werden. Dazu braucht es eine fundierte Ausbildung. Die Fachpflegekräfte haben 5 Jahre Ausbildung hinter sich gebracht. Wir reden nun schon in diesem Betätigungsfeld von Batchelor Studiengänge.
    Auf der anderen Seite kommen immer mehr pflegefremde Berufe zur "Entlastung" der Pflegenden in die Kliniken. In einem bestimmten Maße mit Recht. Sie können uns entlasten. Aber nicht in der Patientenversorgung! Da gehören gut ausgebildete Pflegende hin.
    Rettungsdienst ist ein Bereich, wo jeder RA bestens aufgehoben ist. Wenn jemand aus dem RD meint in die Fachpflege zu kommen, kein Problem aber nur mit guter Ausbildung und nicht "Dreimonatskursen". Hier muß sich berufspolitisch etwas ändern. Wir müssen der Fachpflege wieder mehr Aktraktivität geben. Aber nicht mit schlecht ausgebildeten Hilfskräften. Das wird höchstens zu eine Qualitätsverminderung führen (schon geschehen!) und dagegen müssen wir uns auflehnen. Leider haben dies noch nicht allzu viele von meinen lieben Kollegen gemerkt!

    Gruß
    Heike

  10. #20
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    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo Heike,

    erst einmal vielen Dank für die äußerst konstruktive Kritik. Im Großen und Ganzen sind wir uns ja schon mal einig.

    Die Krankenbeobachtung ist ein Schwerpunkt der RA-Ausbildung. Dies ist auch sehr wichtig, da im RTW eben nur eine Grundausstattung an Monitoring zur Verfügung steht. Soll heißen, Patientenbeurteilung und - beobachtung steht ganz oben.

    Wenn wir nun auf die RA-Ausbildung und 2 Jahre Berufserfahrung noch einen Lehrgang draufsetzen, wo auf die Pflege eingegangen wird, sollte das für den AWR reichen.

    Du wirst mir sicher recht geben, dass eine Fachweitergebildete Pflegekraft, evtl. noch mit Bachelor, ihr Tätigkeitsfeld nicht in der Betreuung von Patienten im AWR sieht, oder? Wenn dann als Leitungsfunktion und dann hat sie wieder Mitarbeiter wie GKP, GKPH und RA unter sich.

    Einen RA kannst Du nicht mit einer Pflegehilfskraft vergleichen. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir mal das Curriculum der Ausbildung zukommen lassen.

    Insgesamt gesehen bleibt das Problem des Fachkräftemangels in der Pflege bestehen. Viele Häuser haben es in der Vergangenheit versäumt, ihr Mitarbeiter auf Fachweiterbildung zu schicken und jetzt haben wir da ein großes Defizit. Verstärkt wird dies noch dadurch, dass die Pflegeschulen ihre Kurse nur schwer oder garnicht mehr vollbekommen. Teilweise reicht als Zugangsvoraussetzung bereits der Hauptschulabschluss.

    Der Einsatz von Hilfskräften in den o.g. Bereichen ist nur ein Notprogramm, um die Arbeit ohne große Qualitätsverluste bewältigen zu können.

    Was nützt es, wenn sich die Berufsverbände gegen den Einsatz von Hilfskräften auflehnen, wenn dann die Planstelle einfach leer bleibt???

    LG
    Alex

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