+ Antworten
Seite 1 von 7 1 2 3 4 5 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 68
  1. #1
    Registriertes Forenmitglied Avatar von hypoxie67
    Beruf
    FKPfl. Anä+Int
    Bereich
    Anästhesie-Leitung
    Registriert seit
    31.08.2009
    Beiträge
    4
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Icon13 Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Das BRK Bildungszentrum Schwaben will in Kooperation mit der Main-Taunus-Klinik eine Weiterbildung für Rettungsasssistenten zum Anästhesiassistenten anbieten.
    Wieder einmal ein Versuch dem Kostendruck mit einer billigeren Schamlspurausbildung zu begegnen. Nicht falsch verstehen habe nichts gegen RA (bin selber einer) aber ich denke "Schuster bleib bei deinen Leisten".
    Ich denke es ist wichtig hier klar Stellung zu beziehen.
    Wie seht ihr das????????????????

  2. #2
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Freiberufler73
    Beruf
    Krankenschwester
    Bereich
    Freiberuflerin
    Registriert seit
    02.02.2010
    Beiträge
    296
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo hypoxie67,
    ATA=Anästhesietechnischer Assistent ist ein ganz normaler Ausbildungsberuf mit 3-jähriger Lehre. Diese kann man als KS oder auch RA auf 2 Jahre verkürzen,wie das auch umgekehrt als KS / KP zum RA möglich ist. Ich selbst arbeite in der ambulanten Anästhesie und muß selbstkritisch eingestehen,daß die Anforderungen in der ambulanten Anästhesie nur einen Bruchteil des selben im Krankenhaus darstellen,denn außer Monitoring,Zugang legen und die 2-3 Standardmedikamente ( Fenta,Propofol usw.) aufziehen ist da nichts weiter,das nicht auch ein RA mit entsprechender WB / Ausbildung tun könnte .
    Im Krankenhaus wird ein "Anästhesie-RA" sicher keine Chance haben,denn für den Aufwachraum mit der ungeheuren Fülle an Komplikationen ist dieser mit Sicherheit nicht qualifiziert,da sollte schon ex. Pflegepersonal mit WB arbeiten.

  3. #3
    Aktives Forenmitglied Avatar von renje
    Beruf
    GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt, Supervisor
    Bereich
    Freiberuflich/Angestellt
    Registriert seit
    09.12.2005
    Beiträge
    1.090
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo Freiberufler,

    Im Krankenhaus wird ein "Anästhesie-RA" sicher keine Chance haben
    Da hat uns die Wirklichkeit bereits lange überholt. RAs werden mittleweile wie selbstverständlich in Aufwachräumen und zu Anästhesieüberwachung eingesetzt - in Ballungsräumen mit Personalmangel. Die haben nicht mal ne Weiterbildung. Hat ein GuK allerdings oftmals auch nicht.

    Zur Ausbildung:
    Da sehe ich allerdings auch keine Probleme.
    Beide Berufsgruppen durchlaufen die selbe Ausbildung, am Ende müssen beide Beweisen auf welchem Wissenstand sie sind.
    Wo ist das Problem? Werden dann auch das Selbe verdienen.

    Gruß renje

  4. #4
    Registriertes Forenmitglied Avatar von hypoxie67
    Beruf
    FKPfl. Anä+Int
    Bereich
    Anästhesie-Leitung
    Registriert seit
    31.08.2009
    Beiträge
    4
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Beide Berufsgruppen durchlaufen die selbe Ausbildung, am Ende müssen beide Beweisen auf welchem Wissenstand sie sind.
    Wo ist das Problem? Werden dann auch das Selbe verdienen.
    ich sehe die Ausbildung als Grundverschieden an. Die RA Ausbildung basiert auf dem Beherrschen von Notfallsituatuíonen im präklinischen Bereich.
    Zum FD Anästhesie gehört sicherlich auch das Notfallmanagement als einer von vielen Bausteinen. Auch in diesem Fachgebiet Bedarf es einer soliden pflegerischen Ausbildung und einer guten Weiterbildung wenn wir nicht nur Handlanger und Wagenputzer sein wollen. Sowohl im OP (Lagerung, Betreuung vom kranken Kind bis zum Intensivpatienten ...) wie auch im AWR,dieser dient nicht nur der Sicherung der Vitalfunktionen (Schmerztherapie auch nicht-medikamentös, Lagern, Beobachten, Überwachen, Ein-Ausfuhr und und und) ist eine umfassende pflegerische Tätigkeit gefordert.
    Und wer soll die leisten wenn nicht Pflegekräfte? Wo bleibt hier unser pflegerisches Selbstverständnis?
    Zum Thema Bezahlung sei nur noch angemerkt, dass man sehr wohl versucht die RA schlechter zu bezahlen. Zudem spart man sich Aus- und Weiterbildungskosten.
    Geändert von hypoxie67 (15.02.2010 um 08:43 Uhr)

  5. #5
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Freiberufler73
    Beruf
    Krankenschwester
    Bereich
    Freiberuflerin
    Registriert seit
    02.02.2010
    Beiträge
    296
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo renje,
    so ganz mag ich Dir da jetzt aber nicht zustimmen,denn die GuK-Ausbildung kann man mit der RA-Ausbildung nun wirklich nicht vergleichen. Die RA-Ausbildung ist nunmal auf den Rettungsdienst getrimmt,wobei dabei der allergrößte Teil der GuK-Ausbildung außen vor bleibt. Ich habe lange genug in der Anästhesie gearbeitet (im Krankenhaus) und wir hatten auch angehende RAs als Praktikanten im AWR,nur etwas mit denen anfangen konnte ich nie,denn die grundlegenden Kenntnisse in Lagerung oder speziellere Kenntnisse der Anästhesie und der einzelnen OPs fehlen einfach,da diese in der RA-Ausbildung nicht gelehrt werden. Also RAs im AWR kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und wenns das wirklich irgendwo gibt,dann ist das mal grob fahrlässig dem Patienten gegenüber !

  6. #6
    Aktives Forenmitglied Avatar von Surrogat
    Beruf
    Gesundheits- und Krankenpfleger
    Bereich
    Interdisziplinäre Intensiv/Stroke Unit
    Registriert seit
    15.12.2009
    Alter
    37
    Beiträge
    35
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Ich habe lange genug in der Anästhesie gearbeitet (im Krankenhaus) und wir hatten auch angehende RAs als Praktikanten im AWR,nur etwas mit denen anfangen konnte ich nie,denn die grundlegenden Kenntnisse in Lagerung oder speziellere Kenntnisse der Anästhesie und der einzelnen OPs fehlen einfach,da diese in der RA-Ausbildung nicht gelehrt werden.
    Wenn ich den OP richtig verstanden habe geht es bei der Frage doch gar nicht darum, Rettungsassistenten hauptberuflich in der Anästhesie einzusetzen, sondern darum, dass sie dies nach einer - weiteren - Berufsausbildung von zwei bis drei Jahren tun, welche sie entsprechend qualifizieren soll.

    Nebenbei: RA`s in der Ausbildung vorzuwerfen, sie liessen theoretische und praktische Kenntnisse in einem anderen Arbeitsbereich vermissen, in dem sie sich nebenbei nur kurz aufhalten um bestimmte Techniken unter "Silbertablett-Bedingungen zu erlernen, ist ungefähr so als würde man einem Mittelkursschüler vorwerfen, dass die grundlegenden CPR-Leitlinien nicht adäquat angewendet werden....


    Gruss,

    Surrogat
    "Mit dem Wissen wächst der Zweifel"

  7. #7
    Gesperrter Benutzeraccount Avatar von Freiberufler73
    Beruf
    Krankenschwester
    Bereich
    Freiberuflerin
    Registriert seit
    02.02.2010
    Beiträge
    296
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Hallo Surrogat,
    nein,die Rede war von einer Weiterbildung und hier liegt der Hase im Pfeffer ! Ich habe die WB zur ATA gemacht,Dauer 1 Jahr berufsbegleitend,Voraussetzung mindestens 2 Jahre Berufserfahrung als ex. KS/KP . Die Ausbildung zum RA dauert 2 (?) Jahre mit Ausrichtung auf lebensrettende Maßnahmen und dies auf der Strasse ! Ein RA hat eigentlich null pflegerische Ausbildung und Krankheitslehre usw. auch nur "rudimentär",eben so viel,wie er,um es überspitzt zu sagen,zum reanimieren braucht. Wie soll er da eine WB machen,wo pflegerisches Grundwissen usw. als Zugangsvoraussetzung gilt und wie will er hinterher im AWR eine pathologische Blutung aus nem Redon beurteilen,wenn er nicht weiß,wo der Redon eigentlich drin steckt ? Sorry,vielleicht bin ich "altmodisch",aber ich meine,ein RA sollte Rettungsdienst machen und es dabei belassen ! Nichts gegen anwesende RAs,ist nicht böse oder herablassend gemeint.

  8. #8
    Aktives Forenmitglied Avatar von Surrogat
    Beruf
    Gesundheits- und Krankenpfleger
    Bereich
    Interdisziplinäre Intensiv/Stroke Unit
    Registriert seit
    15.12.2009
    Alter
    37
    Beiträge
    35
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Das BRK Bildungszentrum Schwaben will in Kooperation mit der Main-Taunus-Klinik eine Weiterbildung für Rettungsasssistenten zum Anästhesiassistenten
    Vieleicht hast du, hypoxie67, ja einen Link aus dem hervorgeht, was genau diese Weiterbildung als Zielsetzung, Grundlagen, Kosten bzw. Ausbildungsinhalt hat?
    Das erspart uns weiteres Rätselraten und erleichtert die Diskussion.
    Im Moment scheinen ja jede Menge Begriffe durch die Gegend zu schwirren was dies angeht (MedTAA, ATA, Anästhesieassistent...), sodass niemand recht wissen kann, welche Suppe man gerade probiert...geschweige denn wer der Koch ist und welche Zutaten drin sind.
    Es wäre auch interessant zu wissen, in welcher Weise diese "Bildungsoffensive" nach erfolgreichem Abschluss letztendlich anerkannt wäre - ich erinnere mich da dunkel an eine ähnliche Bildungsmassnahme im Helios-Klinikverbund, die wohl letztendlich nur dort relevant war.

    Prinzipiell befürchte ich bei solchen Massnahmen auch das, was hypoxie67 bereits angegeben hat - Kostendämpfung als Hauptgrund; ob dies qualitätserhaltend problemlos möglich ist, wage ich allerdings ebenso zu bezweifeln.

    Gruss,

    Surrogat

  9. #9
    Aktives Forenmitglied Avatar von renje
    Beruf
    GuK, Lehrer, Sozialbetriebswirt, Supervisor
    Bereich
    Freiberuflich/Angestellt
    Registriert seit
    09.12.2005
    Beiträge
    1.090
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Lieber Freiberufler,

    da liegst du ziemlich verkehrt. Schau dir mal die Stunden eines RA an und die Anforderungen im Lehrplan. Da wirst du ganz schnell eines Besseren belehrt.

    wie will er hinterher im AWR eine pathologische Blutung aus nem Redon beurteilen,wenn er nicht weiß,wo der Redon eigentlich drin steckt ?
    Na da würde ich doch gerne mal sehen ob das auf Anhieb eine GuK weiß. Das bezweifle ich mal sehr.

    Ein RA hat eigentlich null pflegerische Ausbildung und Krankheitslehre usw. auch nur "rudimentär",
    Das würde ich umdrehen. Rudimentäre Kenntnisse in der Pflege (brauche ich im OP mehr???) und sehr gute Kenntnisse in Krhl. - sieh dir mal den Lehrplan an.

    Ausserdem sind beide Bergruppen nach der Ausb. auf dem selben Stand! Meine ATA.

    Also RAs im AWR kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen und wenns das wirklich irgendwo gibt,dann ist das mal grob fahrlässig dem Patienten gegenüber !
    Das gibts nicht irgendwo sondern ist in München gang und gäbe - schau dir mal die Stellenanzeigen an.

    Ausserdem kann ich mir das sehr gut vorstellen, denn RA sind drauf getrimmt, zu Überwachen und Veränderungen sehr schnell zu erkennen und adäquat zu reagieren, das ist deren täglich Brot.

    Ich möchte auch nicht austesten wollen, ob eine "frische" GuK oder ein frischer "RA" hilfloser im OP rumsteht. Ich glaube da gibt sich der Eine dem Anderen nichts.

    Gruß renje

  10. #10
    Registriertes Forenmitglied Avatar von hypoxie67
    Beruf
    FKPfl. Anä+Int
    Bereich
    Anästhesie-Leitung
    Registriert seit
    31.08.2009
    Beiträge
    4
    Downloads
    0
    Uploads
    0

    Standard AW: Rettungsassistent zum Anästhesieassistent

    Es geht um eine Weiterbildung (Entwurf) mit 526 Stunden Unterricht und 160 Stunden Praktikum (50 OP-Vorbereitung, 50 Anästhesie, 60 AWR). Es geht doch nicht darum wer schneller eine Notfallsituation erkennt, sondern die Erfüllung der pflegerischen Tätigekeit die auch in der Anästhsie und gerade im AWR dringend von Nöten ist. Wir steuern an vielen Kliniken auf große perioperative Behandlungseinheiten als AWRs mit 24 Stunden Präsenz, Nachbeatmungsmöglichkeit, Holdings-Areas, Intensivüberwachung, Schwerstkrankenversorgung und und und hin und da frage mich, ist hier nicht unbedingt (fach-) pflegerischer Sachverstand gefragt?
    Richtig es geht drum in Ballungsgebieten (mehr wie wo anders) die Stellen (über haupt aber auch kostengünstiger) zu besetzen. Aber ist dies der richtige Weg? Ist eine sinnvolle modulare Fachweiterbildung, eine Steigerung der Atraktivität der Pflege und so weiter aber nicht der bessere Weg?

+ Antworten
Seite 1 von 7 1 2 3 4 5 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

     

Ähnliche Themen

  1. Rettungsassistent auf ITS?
    Von bikerin im Forum Anästhesie- & Intensivpflege
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 04.08.2009, 15:25
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 29.01.2007, 13:58

Häufigste Suchbegriffe

anästhesieassistentin
freiberuflicher rettungsassistent
rettungsassistent anästhesie
anästhesieassistentfreiberuflich rettungsassistentperioperative behandlungseinheitanästhesie assistentanästhesie assistent ausbildungRettungsassistent in der Anästhesierettungsassistent atarettungsassistent freiberuflichrettungsassistent eingesetzt als anästhesie assistent

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.