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Thema: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

  1. #17
    Aktives Forenmitglied Avatar von Tilidin

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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    Na ja, soviel Mut ist gar nicht angesagt, denn die Form, die Inhalte, die Ausprägung der gesamten Rückmeldungen lassen doch deutliche Aussagen zu.

    Dazu kommt, das sie in einer Fachklinik arbeitet, wo im psychtherapeutischen Bereich viele Ausprägungen, von depressiven Strukturen in den Feedback-Sitzungen thematisiert werden.

    Also ist sie ausreichend Sensibilisiert, u. interlektuell scheinbar u. durchaus in der Lage dieses zu erkennen.

    Also die Pille u. die Psychotherapie sind für mich nachrangig geworden, Hilfestellung im tägl. Lebens vorrangig.

    Und klar, ich bin weit weg von Geschehen, bewege mich nur im Bereich von Vermutungen, habe leicht reden u. die Chance weit daneben zu liegen

    Zitat Zitat von Eisenbarth Beitrag anzeigen
    ich halte das für eine schwierige aussage, da sehr gemutmaßt. vielleicht wäre die beste idee hier auch die pille + psychotherapie + stärkerer focus auf familiäre netzwerke

  2. #18
    Aktives Forenmitglied Avatar von Eisenbarth

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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    diese meinung teile ich so nicht.

  3. #19
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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    musst du ja auch nicht.
    Eisenbarth gefällt das.


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  5. #20
    Aktives Forenmitglied Avatar von Eisenbarth

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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    öh, ja, ich weiß, danke für diese ergänzung.

  6. #21
    Registriertes Forenmitglied Avatar von similola

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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    ich kann immer wieder nur danke, danke, danke sagen an euch :-)

    naja, der einbruch kam eigentlich erst wirklich mit der neuen tätigkeit auf dieser station...wir arbeiten ausschließlich "therapeutisch", haben quasi mit den allgemeine pflegerischen tätigkeiten kaum noch was zu tun...wir machen hauptsächle gruppentherapien und einzelgespräche (bezugspflege, krieseninterventionsgespräche)...sehr interessant, allerdings bin ich ja dazu garnicht ausgebildet...klar habe ich berufserfahrung, aber es ist doch was anderes...wir machen im endeffekt die gleiche arbeite wie unsere psychologen...die das schließlich studiert haben und genug selbsterfahrung machen müssen wohl nicht ohne grund...und dann noch dazu der analalytische schwerpunkt, das rauskramen von allen negativen dingen die im leben vorwiegend in der kindheit passiert sind..außerdem sind ja eh die eltern immer daran schuld :-/ und die teilweise wahnwitzigen dinge die vom personal interpretiert werden

    ich erlebe es eben auch so, dass die patienten zwar in dem beschützten rahme sich stabilisieren, aber häufig nach entlassung komplett dekompensieren..also das heißt..ich persönlich stehe absolut nicht dahinter und wehre mich innerlich jeden tag aufs neue gegen dieses konzept..soll aber gruppentherapie machen..ich bin also irgendwie auch überfordert....

    sicher liegt ein großter teil an mir dass ich mich da nicht einfinden kann und teilweise auch will...und sicher bin ich eher der unsicher und weniger stabil...aber ich denke nicht dass es nur an mir liegt...ich kenn jemand, die ist mit mir auf eine mutter-kind-station gewechelt mit dem gleichen schwerpunkt und ähnliche pflegerische-therapeutische tätigkeiten..und ihr geht es wirklich sehr ähnlich..allerdings ist sie nicht ganz so instabil....

    vielleicht mache ich es mir auch nur zu einfach...und brauch einen "schuldigen"...

    viele grüße

  7. #22
    Aktives Forenmitglied Avatar von Böserwolf

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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    wie du schon sagst, Psychologen/Psychiater haben ihr Handwerk gelernt und wissen, wie sie sich selbst schützen können.
    Ich finde es schon sehr seltsam, dass du als Krankenschwester Gruppentherapie machen musst - das kann doch den Patienten gar nicht weiter helfen, da kann man doch mehr kaputt machen als ganz?!

    Ist das auch wieder so eine Sparmaßnahme?

  8. #23
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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    Zitat Zitat von Böserwolf Beitrag anzeigen
    Ich finde es schon sehr seltsam, dass du als Krankenschwester Gruppentherapie machen musst - das kann doch den Patienten gar nicht weiter helfen, da kann man doch mehr kaputt machen als ganz?!
    Ganz so ist es nicht Böserwolf, wer länger auf psychtherapeutischen Abteilungen arbeitet, erlernt vieles im alltäglichen Berufsleben. Konflikt oder Themenzentrierte Gruppen kann man auch leiten, es bedarf nur einer ausreichenden Erfahrung, viel Hintergrundwissen zum Pat. und in der Regel gibt es Vorbesprechungen, mit kleinen Zielvorgaben.

    Ich kenne es auch so, das die Gruppen in unterschiedlicher Konstillation zusammengesetzt werden, d.h. die leichtere Gruppe bekommt die Pflegekraft.

    Es gibt ja auch andere Momente, wo man das absolute Krisengespräch, von der MA erwartet.

    Und es gibt den Mechanismus, wo die Anwesenheit von psych oder sozial oder pädagogisch geschulten Mitarbeitern, mangels Lebenserfahrung u. Symtomerfahrung nicht gerade Hilfreich ist.

    Bei mir würde z. Beisp. leichte Panik aufkommen, wenn ich jetzt eine Trachealkanüle wechseln müsste, sicherlich früher 3-5x gemacht, aber dann 25 Jahre nicht mehr.

    Ich würe es nicht unbedingt als Sparmaßnahme betrachten, sondern die Frage in den Raum stellen, wer leitet, mit welcher Erfahrung, mit welchen Kompetenzen u. Wissen.

  9. #24
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    Standard AW: Raus aus der Psychiatrie? Oder komplett aus der Pflege?

    Zitat Zitat von Tilidin Beitrag anzeigen
    Also simiola, je mehr ich hier so lese, umso mehr bekomme ich das Gefühl, das es nicht die depressive Veranlagung ist, das es nicht die belastende Station ist, das es nicht dein Kind u. deine Familie ist es auch nicht, aber es ist die Kombination aus allem.
    Das würde ich größtenteils auch so unterschreiben.

    Hallo Similola,
    das sind ja ganz schöne Nägel die du da reinhaust.
    Sicher ist die Situation sehr schwierig für dich und ich beneide dich nicht um den Konflikt, in dem du da steckst.

    Aber zunächst der Reihe nach...

    Ich möchte mich hier nicht aufschwingen, dich medizinisch/psychologisch zu diagnostizieren. Dafür gibt´s andere Berufsgruppen und wenn du es für sinnvoll hältst, wirst du dir da Rat holen.

    Ich werde mal versuchen, mich auf das zu konzentrieren, was du über deine berufliche Situation schreibst.

    Psychotherapiestation - das kann sehr anstrengend sein, da die Behandlungsformen für die Pflege sehr speziell sind und ein extremes Maß an Empathie erfordern. Auch wir haben eine solche Station und die Kollegen da sehen sich irgendwie als die "Elite" an, die alles durchleuchten und verstehen können.
    Ob das so ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich bin aber sicher, dass man sehr mit sich selbst im Reinen sein muss, um dauerhaft (und meistens arbeiten solche Teams ja über viele Jahre zusammen) sich in dieser Form einbringen zu können.

    Du schreibst an anderer Stelle, dass ein Wechesel in den Akutbereich nicht in Frage kommt, u.a., weil du Angst vor den Patienten hast.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas über Nacht kommt. Wenn man Angst vor psychisch Kranken hat, arbeitet man nicht in einer Psychiatrie. Gibt es da einen Auslöser für diese Angst?
    Schließlich weißt du in der Klappse in etwa, womit du es zu tun hast und kannst mit deiner Erfahrung (> 10 Jahre ist ja nun nicht gerade wenig) dein Klientel einschätzen.
    Sei versichert, auch in der Somatik gibt es "komische" und sogar übergriffige Patienten. Die erwischen dich dann aber sicher eiskalt, weil du in einer Inneren oder Chirurgie nicht mit so etwas rechnest.

    Ich würde tatsächlich auch zunächst einmal ein offenes Gespräch mit einem Vorgesetzten deines Vertrauens suchen und die Situation und Möglichkeiten für dich abstecken.
    Auch mit guten Freunden kann man sich über so etwas unterhalten, manchmal kommt Hilfe aus Ecken, wo man sie gar nicht erwartet.
    Wichtig für dich wäre, so gflaube ich, einmal in Ruhe deine persönlichen Belastungen und Prioritäten zu analysieren. Wie bekommst du als alleinerziehende berufstätige Mutter diese Doppelbelastung gebacken? Wie wichtig ist die dein Job tatsächlich verglichen mit deinem Familienleben, welche Opfer bist du bereit zu bringen und wie fühlst du dich dabei.

    Wenn das alles nicht stimmig ist (und danach klingt einiges), ist es nur berechtigt, auch über einen kompletten Ausstieg aus dem Beruf der Krankenpflege nachzudenken. Es sind schon genug dabei mit Burn Out und schlimmerem auf der Strecke geblieben.
    Von daher ist es eigentlich ein gutes Zeichen, dass du dir noch solche Gedanken machst und deine Probleme so klar benennen kannst.

    Ich wünsche dir viel Glück und Kraft auf deinen weiteren Weg.
    "The world is full of kings and queens who blind your eyes and steal your dreams" - DIO

    PRO PFLEGEKAMMER

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