RSS-Feed anzeigen

weissbrk

Abschied

Bewerten
von am 22.02.2010 um 11:59 (1027 Hits)
Da ist er nun da.. der Abschied von meiner Mutter.
Wer mich etwas besser kennt, weiß, dass es sich schon lange angekündigt hat, der Verfall der letzten Wochen war jedoch rapide.
Sie ist 72 Jahre alt, im Sommer wurde festgestellt, dass der Brustkrebs, den sie seit Jahren als besiegt angesehen hat, doch gestreut hat.. Metastasen im blutbildenen Knochenmark.
Die Ärzte hatten ihr gute Hoffnungen gemacht, noch etwas lebenswerte Zeit rauszuschlagen, aber das hat nicht geklappt. Weder die Chemo noch die Bestrahlung haben wirkllich Erleichterung gebracht, im Gegenteil. Immer Schmerzen, immer schwächer werdend. Weihnachten eine Entzündung des Gesichtsnervs, seitdem Lähmungen im Gesicht, sie kann das Auge nicht mehr schließen, nicht mehr ohne Kleckern essen (was sie sehr belastet), außerdem die Info, dass sich Metastasen in der Schädeldecke und am Oberschenkelknochen gebildet haben.
Am 8. Februar ist sie ins Krankenhaus gekommen, eine massive Nierenbeckenentzündung.
Einen Tag ging es ihr etwas besser, danach... Atemprobleme, noch weniger Bereitschaft zu essen.. letzten Mittwoch dann die Aussage, dass jetzt auch Metastasen in der Lunge sind.
Punkt. Aus.
Es war schon lange keine Frage mehr, dass ihr nicht viel Zeit bleibt. Sie hat mich schon vor Wochen angesprochen, was ich denke..weinend, es noch nicht akzeptieren können, nicht mit meinem Vater sprechend, weil beide noch nicht so weit waren.
Ich habe ihr gesagt, was ich denke.. dass ich sie liebe, dass ich stolz darauf bin, wie mutig sie kämpft, und dass sie um Zeit kämpft, nicht um Heilung. Und dass ich mir fest vorgenommen habe, jeden Moment, den ich mit ihr noch verbringen kann, zu genießen. Und dann die Stimme aus dem Off.. "Und ich hab mir fest vorgenommen, Oma keine Knochen zu brechen..." meine Kleine (7), der ich kurz vorher erklärt habe, dass sie Oma nicht mehr "so fest drücken bis sie schreit" darf, ihr nicht aus 2 Metern Entfernung in den Arm springen darf, da Omas Knochen spröde sind.
Danach das Gespräch mit meinem Vater.."Hat Mama Dir gesagt, was sie zu ihrem Zustand denkt? Mit mir spricht sie nicht.... "
Gespräche über die Angst meiner Mutter, länger leben zu müssen als ihr zu leben bestimmt ist. "Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst vor dem Sterben".
Immer wieder das Versprechen, jede ihrer Entscheidungen zu akzeptieren.. auch wenn sie entscheidet, die Behandlung einzustellen.
Meine Nichte, die angefangen hat, alles aufzuschreiben, was Oma ihr erzählt, Fotos raus sucht, bei ihr putzt.
Und - das Gefühl, in einem Netz zu sein. Ein starkes Familiennetz, aus meinen Schwestern, Schwagern, Nichten und Neffen. Zu spüren, wenn einer nachgibt, kommt es an, wenn ich fester in die Seile greife..zu spüren, da sind Hände, die greifen, wenn ich in die Knie gehe. Und dies auch meinen Eltern zu vermitteln.
Die Chance, mit meiner Mutter zu reden, nichts Wichtiges ungesagt zu lassen. Ein Quentchen von dem zurück zu geben, was sie mir mit auf den Weg gegeben hat.
Nach der Diagnose mit den Metastasen hat sie aufgegeben. Sie verweigert Essen und Trinken und auch die Medikation.
Pflaster plus Spritzen gegen die Schmerzen, Infusionen gegen den Durst.
Den Rat der Ärzte, nur noch zu tun, was ihr gefällt..wenn sie Essen mag, gut - wenn nicht, auch gut.
Eine Rose aus Stoff vor der Zimmertüre.. die Bitte an alle, hier besondere Ruhe walten zu lassen, das Zimmer nur zu betreten, wenn es notwendig ist, solange jemand von der Familie bei meiner Mutter ist.
Der Wunsch meiner Mutter, ausgesprochen bei der Krankensalbung, dass an diesem Tag wohl noch alle ihre Töchter kommen würden..und ohne dass wir es abgesprochen haben, waren wir alle da, zusammen an ihrem Bett.
Sie hat uns wahrgenommen, es war aber der letzte Tag, an dem sie längere aufmerksame Phasen hatte.
Wir wussten das vorher, dass die Schmerzmittel so hoch werden würden, dass sie nur noch dämmert,deswegen war es nicht so schlimm.
Sonntag morgen der Anruf.. es geht wohl zu Ende. Die ganze Familie war wieder zusammen bei ihr. Aber sie kann nicht gehen. Wir wissen nicht, warum. Sie scheint keine Schmerzen mehr zu haben, ist sehr ruhig und friedlich, aber nicht mehr ansprechbar. Ich hab ihr noch einiges erzählt, als wir allein waren.. dass sie doch stolz auf uns sein kann, es gut gemacht hat mit der Erziehung ihrer Töchter. Dass wir zusammen halten werden und meinen Vater nicht allein lassen.
Wir wechseln uns jetzt ab.. meist ist mein Vater bei ihr und einer von uns mit ihm. Es kann schnell gehen oder noch Tage dauern. Ich kann wegen meiner Tochter nicht mehr zu ihr, aber wir haben Abschied genommen, es ist nichts mehr zu tun oder zu sagen.
Ich bin relativ ruhig, lebe mein tägliches Leben so gut wie ich kann.. und dann kommt auf einmal der Gedanke "Da musst du Mama wegen anrufen..." und da ist es dann wieder, dieses scharfe Messer.
Bislang habe ich es nicht gewagt, mit meiner Tochter zu reden, hatte Angst vor ihrer Reaktion.
Heute dann "Du weißt, dass Oma ins Krankenhaus gekommen ist?" "ist sie tot?"
"Nein, aber sie wird nicht wieder gesund werden"
Dann Fragen, warum und was Krebs ist und was er macht... und dann "Hauptsache, Oma geht es bald wieder gut - beim lieben Gott". Ich hab ihr gesagt, dass das sehr bald so sein wird.
Keine Tränen, keine Verzweiflung - nur die Frage "Darf ich jetzt spielen?"
Ich hatte lange Zeit, mich zu verabschieden, habe die Zeit auch genutzt. Jetzt geht es nur noch darum, dass meine Mutter bereit ist, den letzten Schritt zu tun. Und trotzdem tut es hölllisch weh, ich wünsche es mir, aber habe doch Angst davor.
Obwohl sie nur in ihrem Bett liegt, es ihrem Wunsch entspräche, zu gehen, möchte ich noch einmal und noch einmal bei ihr sitzen, ihr sagen, dass ich sie liebe, ihre Wange streicheln und ihr einen Kuss geben.
Ich möchte bei meinem Vater sein, wenn sie stirbt, ihn halten und helfen können.
Ich möchte etwas tun können.. und kann doch nicht.
Ich schreibe hier nicht, weil ich einen Rat suche. Es gibt keinen, es gibt nur das Aushalten. Aber ich wollte es erzählen.
Das Schwere. Aber auch das Schöne.

"Abschied" bei Facebook speichern "Abschied" bei StudiVZ speichern "Abschied" bei MeinVZ speichern "Abschied" bei Google speichern

Stichworte: - Stichworte bearbeiten
Kategorien
Kategorielos

Kommentare

  1. Freiberufler73 -
    Avatar von Freiberufler73
    Hallo,
    ich fühle mit Dir,denn diese Situation,dieses hiflose Gefühl kenne ich auch. In meinem Fall war es mein Papa...man kommt sich so hilflos und leer vor,jaaaaahaa,ich kann Dich soooo gut verstehen. Aber Kopf hoch,Deine Mama ist sicher zufrieden,sie merkt nichts,leidet keine Schmerzen. Ach,was soll man jetzt sagen ? Außer,ich bin in Gedanken bei Dir,bleib stark !
    Direktlink
  2. Teetrinkerin -
    Avatar von Teetrinkerin
    ... das was du gerade tust.
    Ich wünsche dir von Herzen Kraft für das was vor deiner Familie und dir liegt.
    Aus deinen Zeilen lese ich Liebe und Traurigkeit und doch kann keiner helfen,
    das muss geschehen.
    Ich fühle mit dir, weil ich deinen Schmerz kenne.
    Fühle dich gedrückt.
    Direktlink
  3. theresa -
    Avatar von theresa
    Abschiedsworte müssen kurz sein wie eine Liebeserklärung, sagte Fontane schon.
    weissbrk, ich wünsche Dir und deiner Familie viel Kraft.

    Liebe Grüße Theresa

    Direktlink
  4. herbstzeitlose -
    Avatar von herbstzeitlose
    Liebe Du,-

    wer wünscht es sich nicht, getragen und geborgen in der Familie sterben zu dürfen.Obwohl Ihr Abschied nehmt, seid ihr doch alle stark und versteckt euch nicht hinter Trauer und Sprachlosigkeit. Ihr dürft Euch noch bei Eurer Mutter bedanken für all ihre Liebe und Zuwendung- und habt Gelegenheit, ihr jetzt,- im Sterben- Euren Dank zu zeigen.Alles hat seine Zeit- und doch wünscht man sich, dass dieser Zeitpunkt ein anderer wäre,- ebenso wie die Umstände. Aber es liegt nicht in unserer Hand.
    Ich bewundere deinen Mut und den deiner Familie, dass deine Mutter diesen letzten Schritt nicht alleine gehen muss.
    Ich wünsche Deiner Mutter ebenso wie Dir und Deiner Familie Kraft für diesen Weg.Trauere, wenn die Zeit dazu ist, aber verzweifel nicht

    Alles Liebe, die Herbstzeitlose
    Direktlink
  5. weissbrk -
    Avatar von weissbrk
    Danke
    Meine Mutter ist heute abend verstorben.
    Direktlink
  6. Christian Kröhl -
    Avatar von Christian Kröhl
    Liebe Karo..

    ich war die letzten Tage nicht zu Hause und bin mit dem Lesen Deiner Einträge heute auch erst wieder richtig gelandet. Ich erinnere mich noch gut an unsere letzte Unterhaltung und war seither in Gedanken oft bei Dir, Deiner Tochter und Deiner Mutter. Was Du geschrieben hast tut gut zu lesen, denn es hört sich so richtig an und ich bin froh, dass ihr eine so starke Familie seid.
    Es erinnert mich sehr an meinen (Stief-) Vater, an sein Sterben, seinen Tod und diejenigen von uns, die ihn von Anfang bis Ende begleiteten, an ein letztes eingelöstes Versprechen. Fünf Jahre sind es nun schon, die er nicht mehr lebt. Aber er ist immer noch hier, bei mir, und manchmal spüre ich seine Präsenz wie einen Nachhall, einen fernen, warmen und lächelnden Gruss. Hier und da auch als Standpauke, den Tritt in den Hintern und die Art von Ratgebung, für die er innerhalb der Familie berühmt war. Ich freue mich über jede dieser Erinnerungen und meine Liebe zu ihm hat das eher bestärkt, sie ist ruhiger geworden und spürbar beständiger. Ich bin stolz auf ihn. Stolz auf seinen Mut, sein Standhalten gegen seine Krankheit, seinen Kampf, sein Lebenswerk und seine Entscheidungen. Und auch darauf, stehend gefallen zu sein.

    Es sind Helden. Wer jemals einen Menschen und seine Familie kennengelernt hat, der gegen den Krebs kämpfen mußte und verloren hat, weiß wie wahr und gleichzeitig unheroisch dieser Begriff ist. Und dennoch sind sie es. Jeder einzelne von ihnen. Und auch Deine Mutter ist diesen Weg gegangen. Ich wünsche ihr eine gute Reise und eurer Familie von Herzen die nötige Kraft, zusammen zu stehen - und die nötige Aufmerksamkeit und Sanftheit, euch gegenseitig festzuhalten.

    Verdunkelt die Sonne,
    schiebt alle Sterne vom Firmament,
    denn er ist tot.
    Er ist tot.
    Diese Worte leiteten die Trauerreden für meinen Vater ein. Ein Zitat, dass ich irgendwo, irgendwann einmal gelesen hatte und fälschlich Shakespeare´s King Arthur zuschrieb. Nichts hat die Monate nach seinem Tod besser beschrieben und mir erlaubt einzugestehen, dass ich trauern möchte, trauern darf. Jetzt ist die Zeit dafür.

    Ich bin hier, Karo.
    Direktlink
  7. trostpflaster -
    Avatar von trostpflaster
    Hallo weissbrk

    dein Worte vom 22.2. haben mich sehr berührt...
    Du schreibst klar,ohne Schnörkel,ohne Makeup.

    Nimm dir die Zeit, die du brauchst,um diesen Verlust zu verkraften.
    Nach und nach wirst du dich immer mehr nur an die schönen,glücklichen Zeiten mit ihr erinnern.

    Pusteblume
    Direktlink
  8. theinic -
    Avatar von theinic
    Hallo weissbrk
    Ich schreibe hier einfach nur mal etwas das ich als meine Mutter letztes Jahr verstarb fand:
    Ich frage mich, wo die Menschen hin gehen, die sterben. Einige sagen, sie seien im Sarg in ihrem Grab und da bleiben sie auch. Andere erzählen sie sind in einer anderen Welt und von wieder anderen höre ich, sie seinen im Himmel. Ich sehe nach oben und frage mich, wie das denn sein kann, dass da oben jemand ist. An einem sonnigen Tag, an dem der Himmel wolkenlos ist scheint es mir völlig unerklärlich, wie jetzt jemand da oben sitzen kann. Wenn da oben viele Wolken sind, leuchtet es ja ein, dass die Verstorbenen alle auf den Wolken sitzen, aber wo sind die alle wenn keine Wolken am Himmel sind?
    Ich kam ins Grübeln.
    Wo sind die „Verstorbenen“ denn dann?
    Ich denke oft an meine Mutter die vor 8 Monaten verstorben ist, die ich sehr liebe, die mir sehr fehlt. Ich denke an ihr Lachen, an all die schönen Erlebnisse, die ich mit ihr hatte, an ihre Stimme, an all die Dinge, die sie besonders für mich machten. Wo ist sie jetzt? Wieder und wieder erinnere ich mich an meine Mutter und sehe sie vor mir, wenn ich die Augen zu mache. Manchmal sehe ich zum Himmel, aber dort kann ich sie nicht sehen dort ist nichts, was mich an sie erinnert. Nun weiß ich: Sie ist im Himmel und dieser Himmel ist in meinem Herzen. Wann immer ich möchte kann ich sie sehen, denn ich habe sie in mir, in meiner Erinnerung. In meinem Herzen ist sie sicher, denn dort wird sie nicht verletzt, dort geschieht nichts Böses denn mein Herz ist der Himmel.
    Direktlink
  9. weissbrk -
    Avatar von weissbrk
    Ich danke Euch sehr.
    Das Leben lässt mir jetzt nicht die Zeit, zu trauern.
    Aber... "alles hat seine Zeit, alles hat seine Stunde.."
    Ich durfte von ihr Abschied nehmen, mit ihr gemeinsam. Das kann mir keiner nehmen.
    Direktlink
  10. C.Tina -
    Avatar von C.Tina
    Liebe Karo

    Ich war einige Zeit nicht online gewesen und habe daher Deinen Eintrag erst jetzt gelesen.

    Ich kann Dir gut nachfühlen wie es Dir jetzt geht,denn mein Papa war auch einige Zeit schwer krank gewesen.
    Nun hat er es geschafft.Mein Papa ist vorgestern verstorben.

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft für die kommende Zeit und drücke Dich in Gedanken.


    LG,Tina
    Direktlink
  11. weissbrk -
    Avatar von weissbrk
    Hallo Tina,
    mein tief und ehrlich empfundenes Beileid..
    Ich sag mir immer wieder, dass es doch normal ist, wenn man in meinem Alter einen Elternteil verliert. Aber es tut trotzdem weh.

    Auch Dir viel Kraft..
    Liebe Grüße
    Karola
    Direktlink
  12. cyberhex -
    Avatar von cyberhex
    Liebe Karo,

    auch ich war sehr, sehr lange nicht mehr im Board. Heute habe ich irgendwie das Gefühl gehabt, ich muss mal hereinschauen und da bin ich gleich über deinen Beitrag gestolpert.

    Dein Beitrag hat mich sehr berührt, beim Lesen liefen die Tränen über das Gesicht, ich kann aber nicht sagen warum.
    Ich weiß schon sehr lange, dass du eine tapfere Frau bist und das hat sich hier wieder bestätigt.

    Ich möchte dir hier auch mein Beileid aussprechen und gleichzeitig auch meine Bewunderung aussprechen, wie ihr alle miteinander eure Mutter auf den letzten Weg begleitet habt.

    Ich schicke dir viel Kraft und Energie, damit du mit dieser neuen Situation umgehen kannst.

    Liebe Grüße
    Elisabeth
    Direktlink
  13. weissbrk -
    Avatar von weissbrk
    Danke, Elisabeth... die Kraft und Energie brauche ich dringend.
    Direktlink
  14. Emily11 -
    Avatar von Emily11
    Hallo Karo,
    zuerst einmal möchte ich dir meine Anteilnahme aussprechen.
    Die Zeit zum wirklichen trauern wird sicherlich erst in einiger Zeit kommen. Ich habe ähnliches über einen Zeitraum von insgesamt 16 Monaten mit meinem Mann mitgemacht. Er starb vor 3 1/2 Jahren an Lungenkrebs im Alter von 42 Jahren. Ich habe damals das meiste allein bewältigen müssen und meinen Mann in den letzten Tagen zu hause versorgt.
    Es vergeht auch heute noch kaum ein Tag, an dem ich nicht darüber nachdenke. Meine eigentliche Trauer hat erst ein halbes Jahr nach seinem Tod begonnen. Vorher war das noch gar nicht möglich. Ich stand unter Schock, obwohl es ein absehbares Ereignis war und hatte durch die Neuorganisation meines Lebens und das meiner Familie gar nicht die Zeit, zu trauern.
    Heute, nach fast 4 Jahren beginne ich erst, alles aufzuarbeiten. Ob in meinen Träumen oder in Gesprächen mit meiner Schwester, meinen Eltern oder guten Freunden.

    Die Zeit heilt die Wunden nicht, aber ich finde, sie macht sie erträglicher.

    Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit
    Direktlink
  15. weissbrk -
    Avatar von weissbrk
    Es ist unbegreiflich.. gestern war das 6-Wochen-Amt für meine Mutter. Und immer noch ist es für mich nicht real.. nur der Schmerz ist es.
    Ich träume von ihr, wache auf mit ihrer Stimme im Ohr und Tränen im Gesicht.
    Seit ihrem Tod versuche ich, ihre Schwester zu unterstützen, die ich direkt ins Krankenhaus bringen musste und die bis heute nicht zu Hause ist. Ich weiß nicht, wo mir mein Kopf steht.. was ich zuerst und was ich zuletzt machen soll. Und komme ich auch nur einen Moment zu Atem, schlägt der Schmerz zu wie eine Keule. Und nirgendwo ist da ein Halt... ich strample und strample und hoffe einfach, irgendwann mal wieder Grund unter den Füßen zu bekommen.
    Wie war das - "lächle, denn es könnte schlimmer kommen.." ich lächle wohl noch zu viel....
    Direktlink
  16. Manu5959 -
    Avatar von Manu5959
    Liebe Karola,

    ich war lange nicht mehr im board, und habe erst jetzt deine ergreifenden Zeilen gelesen.
    Wenn auch erst jetzt, möchte ich dir trotzdem noch mein ganz herzliches Beileid aussprechen.
    Deine Zeilen haben mich tief berührt.
    Ich hoffe, dass du mittlerweile einen Halt gefunden hast und etwas zur Ruhe kommen konntest.
    Ich wünsch dir viel Kraft , liebe Grüße Manu
    Direktlink

Trackbacks